Wladimir Putin

Die Kooperation von Wladimir Putin im Syrienkonflikt ist wichtig, hat jedoch keinen Einfluss auf die gegen Russland verhängten Sanktionen.

Eine Lösung in Syrien ohne Russland sei schwer vorstellbar, Russland sei der wichtigste Verbündete von Machthaber Assad. Wenn man nun als geballte Koalition auftrete, könnte das die Kämpfer des IS nachdenklich machen, meinte Erler im Deutschlandfunk.

Die Sanktionspolitik gegenüber Moskau werde sich jedoch nicht ändern. Die Sanktionen seien an die Umsetzung des Minsker Abkommens gekoppelt, betonte Erler. "Da gibt es diese eindeutige Kopplung der Sanktionen an die Schritt für Schritt Umsetzung dieser 13 Punkte von Minsk, und daran wird sich nichts ändern", sagte Erler. "Da bin ich ziemlich sicher."

SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte Ende vergangener Woche eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ins Gespräch gebracht, damit jedoch Widerspruch geernet. "Das Minsk-Abkommen muss erst umgesetzt werden", sagte CDU-Außenpolitiker Franz-Josef Jung dem Nachrichtenportal n-tv.de. "Dann kann man darüber nachdenken." Gabriel hatte allerdings auch betont, dass das Minsker Abkommen zur Befriedung der Ostukraine eingehalten werden müsse.

Erler relativierte Gabriels Aussagen am Montag. "Man muss da genau hinhören", forderte er. Es sei auch ein Versuch gewesen, deutlich zu machen, dass eine Isolierung Russlands auf anderen Feldern wie etwa bei dem Thema Syrien nicht sinnvoll sei. "Diesem Punkt kann ich zustimmen, aber ansonsten gilt, was europäisch verabredet worden ist", machte Erler klar.