Donald Trump

US-Präsident Donald Trump hat den Ausstieg der USA aus dem Klimaschutzabkommen von Paris verkündet. Bild: Gage Skidmore/Flickr/CC BY-SA 2.0

„Trumps Klimaabsage schadet der Wirtschaft", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA zum Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. "Mit dem Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen stellt US-Präsident Donald Trump seine Wahlkampfversprechen über die langfristigen Interessen der Weltgemeinschaft. Das ist nicht nur gegenüber der Umwelt unverantwortlich, sondern auch gegenüber der globalen Wirtschaft."

Die Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen könne Hand in Hand gehen mit wirtschaftlichem Wachstum, wenn Unternehmen Planungssicherheit für Investitionen in effiziente Technologien hättenn. Präsident Trump stelle diese Perspektive infrage und verzögere damit die Weiterentwicklung einer modernen und umweltfreundlichen Industrie.

"Europa und seine Partner - übrigens auch wichtige Bundesstaaten und Unternehmen in den USA - müssen jetzt Kurs halten", so Brodtmann. Die EU dürfe sich durch diese Rolle rückwärts, ein halbes Jahr nach der Ratifizierung des Abkommens, nicht von ihrer Linie abbringen lassen und solle selbstbewusst zum Klimaabkommen stehen. "Europa wird dauerhaft davon profitieren, wenn es seine Position als Innovationstreiber bei klimafreundlichen Technologien ausbaut.“

BDI: Ausstieg ist Rückschlag

Auch der BDI verurteilt  die Entscheidung: "Die Entscheidung des US-Präsidenten, aus dem Pariser Abkommen auszusteigen, ist ein schwerer Rückschlag für die internationale Politik", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. Der isolationistische Kurs von Donald Trump in der Klimapolitik wende sich gegen die Investitionsstrategien vieler Unternehmen in den USA selbst und weltweit, die das Paris-Abkommen unterstützen.

Die europäische Politik müsse hierauf besonnen und vernünftig reagieren. Europa und ganz besonders Deutschland haben sehr ehrgeizige Klimaziele. "Zu denen steht die deutsche Industrie auch in Zukunft. Es wäre falsch, nun die eigenen Reduktionsziele weiter zu verschärfen", so Kempf in einem BDI-Statement. 

Klimaschutz gelinge nur durch weltweite Zusammenarbeit. "Fehlende Verlässlichkeit und mangelnde Berechenbarkeit sind Gift für weltweit erforderliche Lösungen." Jetzt müssten die G20-Staaten, die weiterhin zur Pariser Vereinbarung stehen, umso enger zusammenarbeiten. "Sie müssen beweisen, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Hand in Hand gehen."

Dow Jones Newswires, VDMA, BDI