Thilo Brodtmann

Thilo Brodtmann: "Es wäre niemandem zu erklären, warum gerade der Maschinenbau als eine Kernindustrie Europas nicht umfänglich von TTIP profitieren soll." - Bild: VDMA/Uwe Nölke

Als schweren Fehler betrachtet der VDMA daher aktuelle Überlegungen, das vorgesehene Maschinenbaukapitel von den Verhandlungen wieder auszunehmen. Aus Sicht des Maschinenbaus ist dieses Sektorkapitel im Freihandelsvertrag unbedingt notwendig, um Handelshemmnisse für die wichtigste mittelständisch geprägte Industriebranche nachhaltig abzubauen.

"Es wäre niemandem zu erklären, warum gerade der Maschinenbau als eine Kernindustrie Europas nicht umfänglich von TTIP profitieren soll. Wir fordern die EU-Kommission dazu auf, sich weiterhin für die mittelständische Industrie einzusetzen und an dem geplanten Maschinenbaukapitel festzuhalten", so VDMA- Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.

"Im Maschinenbau behindern vor allem technische Handelshemmnisse den Export nach Nordamerika. In den USA gibt es keinen Binnenmarkt für Maschinen wie in Europa, sondern abweichende technische Regulierungen auf bundesstaatlicher oder sogar lokaler Ebene," erläutert Brodtmann. "Dadurch entstehen beim Export in die USA Zusatzkosten von 5 bis knapp 20 Prozent. Den Unternehmen würde es zum Beispiel helfen, wenn Maschinen beim Export in die USA nicht ein zweites Mal getestet und zugelassen werden müssten."