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Bundeskanzlerin Angela Merkel leht einen priviiligeirten Zugang zum EU-Binnenmarkt für Großbritannien nach dem Austritt aus der Union ab. - Bild: Tobias Koch/Wikipedia/CC BY-SA 3.0

Werde dieses Prinzip aufgegeben, "dann wird sich ein Prozess in Europa breit machen, wo jeder tut und lässt, was er will", warnte Merkel auf dem Tag der Industrie in Berlin. Die Kanzlerin mahnte die Industrie deshalb, nicht hinter den Kulissen über ihre Lobbyverbände Druck für britische Privilegien zu machen.

Großbritannien will nun spätestens Ende März nächsten Jahres das Austrittsgesuch in Brüssel vorlegen, um die zweijährige Scheidung vom Staatenklub einzuleiten. "Wir verlassen (die EU), um ein vollständig souveränes und unabhängiges Land zu werden", sagte Premierministerin Theresa May auf dem Parteitag ihrer konservativen Tories am Mittwoch.

Genau wie die Kanzlerin bestand auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) beim Tag der Industrie auf den vier Grundfreiheiten. Sonst folgten andere Länder dem britischen Beispiel und "dann ist die Europäische Union kaputt". Dennoch müsse es das Ziel sein, "die Briten so nah an Europa zu halten wie irgend möglich", meinte Gabriel. So bestünde vielleicht die Möglichkeit, dass das Land eines Tages in den Schoß der EU zurückkehren könne.