Angela Merkel

Angela Merkel wird mit der chinesischen Führungsspitze bei ihrem Besuch im Reich der Mitte auch viele Wirtschaftsthemen besprechen. - Bild: Pixabay

1. Handel

Auf Druck der USA und anderer Handelspartner wird China zum 1. Juli seine hohen Einfuhrzölle auf Autos von 25 auf 15 Prozent senken. Es gibt aber neben hohen Importabgaben auch andere Hürden wie international unübliche behördliche Bestimmungen, die Chinas Markt weiter abschotten.

2. Technologietransfer

Erzwungener Technologietransfer hat nach dem Eindruck deutscher Experten im China-Geschäft noch zugenommen. Es ist nach Angaben der Welthandelsorganisation zwar verboten, aber deutsche Unternehmen haben oft keine andere Wahl, als Technologie unter Druck „freiwillig“ herauszurücken, um nicht das Geschäft zu verlieren.

In diese Branchen investiert China in Deutschland

China hat ein großes Ziel: Das Land soll zum Industrie-Champion aufsteigen. Damit das gelingt, sind Beteiligungen an ausländischen Firmen vorgesehen, auch in Deutschland. Auf welche Branchen es chinesische Investoren hierzulande abgesehen hat, zeigt diese Bildergalerie: Hier klicken!

3. Investitionen

Während chinesische Unternehmen praktisch frei in Deutschland investieren können, gibt es in China große Hürden. Bis 2022 soll der Zwang für ausländische Fahrzeughersteller fallen, nur in Joint Ventures produzieren zu können. Deutsche Autobauer sind aber ohnehin langfristige Kooperationen mit Partnern in China eingegangen.

4. Made in China 2025

Die Industriestrategie wird gerne als Chinas Gegenstück zur deutschen Industrie 4.0 beschrieben. Dahinter steckt aber der Versuch, mit staatlichen Subventionen eine globale Technologieführerschaft zu erreichen. Dafür werden im Ausland High-Tech-Unternehmen aufgekauft. Mit Hilfe staatlicher Banken können hohe Preise bezahlt, die Konkurrenz kann ausgestochen werden.

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5. Geschäftsklima

Die Bedingungen für deutsche Unternehmen in China haben sich verschlechtert. Mehr als je zuvor gibt es das Gefühl, in China weniger willkommen zu sein, wie eine Umfrage ergab. Zwar sind die Aussichten für die Wirtschaftsentwicklung in China wieder besser, doch wird es schwerer, am Wachstum teilzuhaben.

6. Ausschreibungen

In öffentlichen Ausschreibungen in China werden heimische chinesische Hersteller bevorzugt. In einem Punktesystem bekommen sie einen Vorsprung, so dass ausländische Unternehmen oder Joint Ventures meist keine Chancen mehr haben. Seit langem beklagen ausländische Unternehmen unfairen Wettbewerb in China.

Wie China mit der Neuen Seidenstraße den Welthandel neu ordnet

Mit der Neuen Seidenstraße, einem Giga-Infrastrukturprojekt, will China den Welthandel neuordnen. Unfassbare Summen will die Volksrepublik investieren und macht damit andere Staaten von sich abhängig. Warum deutsche Firmen vorsichtig sein müssen. Hier geht's zum Artikel!

7. Spionage

Sicherheitsexperten sehen ein deutlich aggressiveres Auftreten chinesischer Nachrichtendienste in Deutschland. Den Behörden macht zudem ein sprunghafter Anstieg der Firmenübernahmen in Deutschland durch chinesische Investoren Sorgen, bei denen es letztlich darum geht, deutsches Know How abzusaugen. Nach diesen Erkenntnissen werden etwa auch chinesische Praktikanten mit dem gezielten Auftrag geschickt, ganze Festplatten ihrer Gastunternehmen zu kopieren. Die größte Frage: Wie können Patente und Betriebsgeheimnisse geschützt werden?

8. Neue Seidenstraße

Deutschland betrachtet das ehrgeizige geostrategische Projekt Chinas mit dem Aufbau von Wirtschaftskorridoren zu einer Neuen Seidenstraße mit Interesse, aber auch Skepsis. Es wird häufig als „Globalisierung chinesischer Prägung“ beschrieben. Aus deutscher Sicht fehlen Sozial- und Umweltstandards sowie fairer Wettbewerb bei Ausschreibungen. Auch wird die Gefahr einer Überschuldung gesehen.