Mindestlohn

Die Mindestlohnkommission wird wohl die Erhöhung der gesetzlichen Gehaltsuntergrenze um 4 Prozent beschließen. - Bild: Dirk Vorderstraße/Wikimedia

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, wollen die Arbeitgeber einen Anstieg um 35 Cent von 8,50 Euro auf dann 8,85 Euro brutto je Stunde mittragen.

Nach dem Bericht wollen die Arbeitgeber in diesem Jahr ausnahmsweise die Lohnsteigerung im öffentlichen Dienst in die Berechnungen der Kommission einfließen lassen. Bei der nächsten Erhöhung des Mindestlohns, die 2019 ansteht, soll dann aber der Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst nicht mehr eingehen.

Die Mindestlohnkommission zählt neun Mitglieder aus Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und der Wissenschaft. Sie entscheiden über die angemessene Erhöhung des Mindestlohns zwischen fairer Bezahlung und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Verdi-Chef Bsirske will mehr

Noch einen Schritt weiter will Verdi-Chef Frank Bsirske gehen. Nach seinem Willen sollen sogar die abgeschlossenen, aber noch nicht wirksamen Tarifverträge für Metall und Elektro sowie den Öffentlichen Dienst mit zur Grundlage gemacht werden. Dann läge die Lohnuntergrenze bei 8,87 Euro.