Sigmar Gabriel

Sigmar Gabriel und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron beraten über eine Zusammenlegung der beiden Plattformen Industrie 4.0 und Industrie du Futur. - Bild: Anna McMaster

Deutschland und Frankreich wollen ihre Industriebetriebe gemeinsam fit für die Herausforderungen der Digitalisierung machen. Bis zum Jahresende wollen beide Regierungen eng über das Thema beraten, um eine Zusammenarbeit der beiden Plattformen Industrie 4.0 und Industrie du Futur zu entwickeln.

Das haben die beiden Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Emmanuel Macron bei der deutsch-französischen Konferenz zur digitalen Wirtschaft am Dienstag beschlossen. "Mit der heutigen Konferenz stellen wir die bewährte deutsch-französische Partnerschaft auf ein neues, digitales Fundament und treiben die digitale Transformation unserer Volkswirtschaften voran", sagte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Beide Politiker haben sich auf insgesamt 15 Punkte verständigt, die zusammen im Bereich Digitales angepackt werden sollen.

Dabei sollen vor allem gemeinsame Standards und Regeln gesetzt werden, um die Produktion in den Fabriken zu digitalisieren. Startups aus beiden Ländern sollen stärker miteinander aber auch mit den etablierten Industrieunternehmen kooperieren. Um im Bereich Big Data nicht allein den Amerikanern das Feld zu überlassen, wird nach dem Willen der Unterzeichner zwischen beiden Ländern ein Leuchtturmprojekt im Bereich der elektronischen Gesundheitsvorsorge auf die Beine gestellt werden.

Paris und Berlin wollen außerdem in Brüssel Druck machen, damit der gemeinsame elektronische Binnenmarkt schneller vorangetrieben wird. Dabei geht es in erster Linie darum, nationale Schranken für Online-Transaktionen einzureißen.