Japans Wirtschaft soll wieder auf den Wachstumspfad geführt werden

Japans Wirtschaft soll wieder auf den Wachstumspfad geführt werden

Die Industrieproduktion sank im August um 0,5 Prozent, während Analysten mit einem Anstieg um 1 Prozent gerechnet hatten. Im Juli hatten die Unternehmen schon 0,8 Prozent weniger Güter hergestellt. Für das dritte Quartal geht die Projektion nun von einem Rückgang um 1,1 Prozent aus, nachdem die Produktion schon im Vorquartal um 1,4 Prozent geschrumpft war.

Die Produktion ist ein guter Indikator für den Gesamtzustand der japanischen Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt Japans war schon im zweiten Quartal um 1,2 Prozent gefallen. Chefvolkswirt Toshihiro Nagahama vom Dai-Ichi Life Research Institute sagte, ein Konjunkturpaket der Regierung müsse nach den jüngsten Daten als sicher angenommen werden. Ob auch die Notenbank noch einmal den Geldhahn aufdrehe, sei aber ungewiss.

Der japanische Premier Shinzo Abe will alles tun, was notwendig ist, um die Wirtschaft des Landes auf einen soliden Wachstumspfad zu führen. Wichtig sei es dabei, dass der private Konsum durch steigende Löhne angeheizt werde, sagte der Premier in einer Rede in New York. Die politischen Fundamente für dieses Ziel seien stabil. Basierend auf Stabilität liege die oberste Priorität auf dem Wirtschaftswachstum.

Abe sprach davon, in Zusammenarbeit mit der japanischen Notenbank alles in seiner Macht stehende für einen Wirtschaftsaufschwung zu tun. Der Wirtschaftszyklus müsse immer weitergehen.

Japans Wirtschaft war im zweiten Quartal geschrumpft. Das hatte die Hoffnungen zerstört, das Wachstum der Vorquartale könnte sich fortsetzen. Dabei hatten die Regierung und die Bank of Japan schon viel getan, um das Wachstum zu beschleunigen. Immerhin habe Japan die jahrelange Deflation hinter sich gelassen, lobte Abe.