Das Ministerium wusste nichts von den VW-Abgasmanipulationen. Foto: BMVI

Das Ministerium wusste nichts von den VW-Abgasmanipulationen. Foto: BMVI

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) reagierte damit auf Aussagen, dort hätten bereits seit Jahren Informationen über Abgasmanipulationen bekannt sein müssen.

"Bis zum Vorliegen öffentlicher Berichte zu den VW-Manipulationen an Dieselfahrzeugen in den USA war dem BMVI nicht bekannt, dass illegale Manipulationen durchgeführt worden sind", teilte die Pressestelle des Verkehrsministeriums Dow Jones Newswires am Mittwoch auf Anfrage in einer schriftlichen Stellungnahme zu entsprechenden Vorwürfen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit.

Der Umweltschutzverband hatte behauptet, das Verkehrsministerium hätte "in der Abgas-Affäre um Volkswagen viel früher einschreiten können". Die DUH habe bereits 2007 "auf die rechtswidrigen Tricksereien der Autobauer" hingewiesen und die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch habe bereits 2011 mit dem Verkehrsministerium über Abschalteinrichtungen gesprochen und "ganz konkret vor den Problemen bei VW" mit zu hohen Stickoxidemissionen gewarnt, ohne dass das Ministerium tätig geworden sei.

Auch die Grünen haben der Regierung schon vorgehalten, schon länger über Manipulationen der Autohersteller im Bilde gewesen zu sein.