Volkswagen E-Golf

Die Prämie soll nach den Angaben 5.000 Euro für reine Elektro-Autos und 3.000 Euro für Plug-In-Hybride, also Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, betragen und bis Mitte 2018 gelten. Danach soll sie dann auf 3.000 beziehungsweise 2.000 Euro abgeschmolzen werden. Für Autos, die mehr als 60.000 Euro kosten, soll es aber keine Prämie geben. - Bild: VW

Dies sehe ein Vorschlag des Finanzministeriums für den am Dienstagabend geplanten Auto-Gipfel der Regierung mit den Spitzenvertretern der deutschen Autoindustrie vor, sagten drei Personen, die mit den Vorbereitungen für die Veranstaltung im Kanzleramt vertraut sind.

Die Prämie soll nach den Angaben 5.000 Euro für reine Elektro-Autos und 3.000 Euro für Plug-In-Hybride, also Fahrzeuge mit Verbrennungs- und Elektromotor, betragen und bis Mitte 2018 gelten. Danach soll sie dann auf 3.000 beziehungsweise 2.000 Euro abgeschmolzen werden. Für Autos, die mehr als 60.000 Euro kosten, soll es aber keine Prämie geben.

Die Kosten von 1,2 Milliarden Euro sollten je zur Hälfte vom Bund und von der Autoindustrie aufgebracht werden, hieß es. Die Vergabe der Prämie erfolgt demnach nach dem "Windhundverfahren": Seien diese Mittel aufgebraucht, gebe es keine Förderung mehr. Das Finanzministerium will zudem laut einer der Personen zusätzliche 300 Millionen Euro für den Aufbau von Ladestationen und 100 Millionen Euro für verschiedene Steuervorteile bereitstellen und ist damit bereit, insgesamt 1 Milliarde Euro in die Hand zu nehmen, um die Elektromobilität zu fördern.

Zukunft der Elektromobilität

Merkel und Industrie sprechen über Zukunft der Elektromobilität. Eine Sprecherin der Bundesregierung wollte den Vorschlag nicht kommentieren und erklärte, bei dem Treffen am Dienstag würden Fragen zur Förderung des Verkaufs von Elektroautos diskutiert.

Union und SPD streiten seit längerem über eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge. Schäuble hatte einen Vorschlag von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dazu zurückgewiesen. Deshalb ist nun am Dienstag bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut Bundesregierung "ein Gespräch über die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland" geplant, an dem neben Schäuble und Gabriel unter anderem auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) teilnehmen sollen.

Auf Unternehmensseite werden laut Regierung "wesentliche Akteure der deutschen Autoindustrie" erwartet.

Merkel hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Die Industrie hält diese Marke aber nur mit staatlicher Unterstützung für erreichbar.