Heiß begehrt: Seltene Erden. Über 90% werden in China gefördert. Doch das soll sich ändern.

Heiß begehrt: Seltene Erden. Über 90% werden in China gefördert. Doch das soll sich ändern. Bild: Imago

KÖLN (Rainer Jaensch/ilk). Eine ganze Reihe von Explorationsprojekten bestünde in Kanada bereits, wie Gordon Peeling, Präsident der Mining Association of Canada, im Gespräch mit Germany Trade & Invest sagte. Einige Vorhaben dürften in den nächsten Jahren durchgeführt werden.

Ausgehend von den bestehenden Explorationen und laut Umweltgutachten dürfte mit dem Abbau von Seltenen Erden in Kanada zwischen 2012 und 2014 begonnen werden, verlautete aus dem Ministerium für Natürliche Ressourcen. Vielversprechend soll das Nechalacho-Vorkommen des Unternehmens Avalon Rare Metals Inc. am Thor Lake in den North West Territories sein. Nach einer 2010 erstellten Pre-Feasibility Studie könnte es sich dabei um eine der weltweit größten noch nicht entwickelten Vorkommen an Seltenen Erden handeln. Hierfür sucht der Investor unter anderem nach Abnehmern beziehungsweise Bergbaufirmen in Deutschland. Andere Unternehmen mit Explorationsaktivitäten sind die Great Western Minerals Group Ltd. aus Saskatoon und die Quest Rare Minerals Ltd. aus Montréal. Erste Explorationen deuten dabei auf Vorkommen an Titanoxid, Neodym und Zirkonium hin. In den meisten Projektberichten ist aber lediglich von “Rare Earth Metalls” die Rede. Die in Toronto ansässige Firma Neo Material Technologies Inc. stellt sich bereits als Produzent von Neodym vor.

Für ausländische Unternehmen, die auf der Suche nach Seltenen Erden sind, bietet sich eine Partnerschaft mit diesen Junior-Unternehmen an, empfiehlt Gordon Peeling. Diese “Junioren” bestreiten laut dem Jahresbericht der Mining Association gut die Hälfte der Explorationsausgaben im kanadischen Bergbau, in den letzten Jahren jedoch mit abnehmender Tendenz. Teilweise werden diese kleineren Unternehmen nach erfolgreichen Explorationen von größeren Bergwerkskonzernen aufgekauft.

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