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Die Strafzölle auf chinesischen Stahl zeigen Wirkung. - Bild: Pixabay

Im Zeitraum von Januar bis November gab es einen Rückgang um ein Prozent auf 100,7 Millionen Tonnen.

China, das für etwa die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion verantwortlich ist, hat die Weltmärkte mit billigem Stahl geflutet, nachdem die Inlandsnachfrage nachließ. Die USA, Europa, Indien und andere Länder haben mittlerweile Maßnahmen zum Schutz der lokalen Produzenten ergriffen.

So führten die USA dieses Jahr neue Zölle von bis zu 266 Prozent auf chinesischen Stahl ein. China wehrt sich vehement gegen Dumping-Vorwürfe. Die Verantwortlichen in der Stahlindustrie erklärten sich jedoch bereit, die Kapazitäten zu reduzieren.

"Die Zölle bestehen weiter und es ist unwahrscheinlich, dass sie in nächster Zeit abgeschafft werden", sagte Rajiv Biswas, Chefökonom für die Asien-Pazifik-Region bei IHS. "Chinas Stahlexporte werden weiter unter Druck stehen."

Eine Kombination aus sinkenden Exporten und einer nachlassenden Nachfrage aus dem Immobiliensektor dürfte für niedrige Stahlpreise in China und für sinkende Margen bei den Herstellern sorgen, sagte Biswas weiter. Die Stahlindustrie ist gerade erst wieder profitabel. Zusammen erlitten die chinesischen Stahlhersteller 2015 einen Verlust von 64,5 Milliarden Yuan, umgerechnet 8,7 Milliarden Euro.

China will seine Stahlkapazitäten bis 2020 um bis zu 150 Millionen Tonnen reduzieren. Es gibt eine Überkapazität von knapp einem Viertel. Bislang wurden lediglich 10 Prozent der gesamten Überkapazität abgebaut.

Die Importe von Eisenerz, das für die Stahlproduktion gebraucht wird, stiegen zwischen Januar und November indes um 9,2 Prozent. Im November betrug das Plus 12 Prozent.