Sigmar Gabriel

Bundesaußenminister SIgmar Gabriel hat in de USA vorsichtiges Interesse an Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen wahrgenommen.- Bild: Produktion

Es handele sich um eine Frage von strategischer Weitsicht, "und wir haben hier zumindest ein Interesse daran gefunden, solche Gespräche wieder aufzunehmen", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach einem Treffen mit Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster. Am Vorabend hatte sich Gabriel zu einem wirtschaftspolitischen Gespräch mit Finanzminister Steven Mnuchin getroffen.

"Wenn wir das nicht schaffen, die beiden großen Wirtschaftsräume, und China die Standards setzt, dann werden wir uns diesen chinesischen Standards auf Dauer anpassen müssen, zumal Asien wächst und Europa kleiner wird", sagte Gabriel.

"Wir haben darauf hingewiesen, dass es unser Interesse sein muss, internationale Standards zu setzen", sagte Gabriel. Die beiden größten Wirtschaftsräume seien Europa und die Vereinigten Staaten. Gerade vor dem Hintergrund der Entwicklung in China und den Anstrengungen zur Neuauflage einer Seidenstraße, "merkt man ja, dass es da um mehr als um Handel geht. Es geht um Standardsetzungen im Handel", sagte der Vizekanzler. Gerade deswegen müsse es ein Interesse geben, "das zu schaffen, was mit Kanada gelungen ist. Ein modernes, faires und nicht sozusagen ausschließlich auf die Regulierung ausgerichtetes Freihandelsabkommen zu haben."

Europa und die USA hatten bis zum Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump intensiv über das Freihandelsabkommen TTIP verhandelt. Trump legte die Verhandlungen dann auf Eis.