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Laut einer Umfrage des DIHK soll der deutsche Mittelstand die Bedingungen für Geschäfte in der Türkei an die schlechtesten der Welt bewerten. - Bild: Pixabay

"In der Türkei ist ein Klima des Misstrauens entstanden. In so einem Klima ist es schwierig, Geschäftsbeziehungen aufzubauen", sagte der stellvertretende DIHK-Geschäftsführer Volker Treier dieser Nachrichtenagentur.

Nicht alle Unternehmen sind demnach von der Eintrübung der Geschäftslage durch den autoritären Kurs von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan gleichermaßen betroffen.

Große deutsche Unternehmen wie Daimler, MAN oder Bosch mit eigenen Werken in der Türkei können die wirtschaftliche Eintrübung durch den Aufruhr im Land besser wegstecken als der Mittelstand. Sie produzieren von dort aus für den Weltmarkt und sind nicht auf die Einnahmen aus dem türkischen Markt angewiesen.

Investitionsklima sackt ab

Wie stark sich das Wirtschaftsleben in der Türkei insgesamt verschlechtert hat, zeigen weitere Konjunkturbarometer. "Im Herbst letzten Jahres sackte das Investitionsklima auf neutral, während das Land vorher der 'place to be' war", so Treier. Das Interesse hiesiger Firmen, die sich bei den Handelskammern melden, um Geschäfte in der Türkei anzubahnen, habe sich außerdem 2016 glatt halbiert.

Im vergangenen Jahr gingen außerdem die Ausfuhren in den Markt mit knapp 80 Millionen Verbrauchern nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes um 1,5 Prozent zurück, während im Jahr zuvor noch ein Plus von 15,8 Prozent erreicht wurde.