Türkei

Die Türkei hat die Liste, auf der deutsche Unternehmen verdächtigt wurden, Terroristen zu unterstützen, zurückgezogen. - Bild: Pixabay

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu habe in einem Telefonat mit Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) von einem "Kommunikationsproblem" gesprochen, sagte ein Sprecher de Maizieres.

Das entsprechende Ersuchen über Interpol an das Bundeskriminalamt sei nunmehr "förmlich zurückgezogen" worden, erklärte Innenministeriumssprecher Tobias Plate.

Es würden nach Angaben der Türkei keine Ermittlungen gegen deutsche Unternehmen geführt, die in der Liste stehen. Ankara habe zur Begründung erklärt, zu diesen Unternehmen lägen in der Türkei Erkenntnisse vor, nach denen sie "in Geschäftsbeziehungen mit in der Türkei ansässigen Unternehmen stehen, gegen die Ermittlungen türkischer Behörden laufen". Das Bundeswirtschaftsministerium reagierte aber abwartend. Trotz der Klarstellung der Kommunikation herrsche immer noch große Unsicherheit, sagte Sprecherin Tanja Alemany.