Was denken Sie: Droht ein Scheitern der EU und damit des gemeinsamen Wirtschaftsraums?

Flüchtlingskrise, Ärger um Russland, das weiter schwelende Schulen-Dilemma in Griechenland und ein drohender Brexit: Eigentlich hatte Europa doch schon genügend ungemeisterete Herausforderungen. Und jetzt auch noch das: Die Niederländer haben das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine in einem Referendum abgelehnt. EU-Politiker sprechen bereits davon, dass die "EU in ihrem Bestand gefährdet" werden könnte.

Denn es geht um einen Vertrag mit viel Sprengstoff: Immerhin entzündete sich an den Plänen zur Annäherung an die EU im November 2013 der Volksaufstand in der Ukraine, was zum Sturz der Regierung von Wiktor Janukowytsch führte und letztlich auch die russische Aggression auf der Krim und in der Ostukraine auslöste.

Beobachter sehen in der Abstimmung in den Niederlanden aber nicht nur eine Kritik an der EU-Politik in Sachen Ukraine, sondern einen übergeordneten Stimmungstest für die EU. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker selbst warnte im Vorfeld des Referendums vor einer "kontinentalen Krise", sollten die Niederländer mit Nein stimmen.

Aber was bedeutet eine "kontinentale" Krise für unsere Wirtschaft? Droht tatsächlich ein Auseinanderbrechen der EU und wird uns das unseren Wohlstand kosten? Was meinen Sie?