CSR,Richtlinie,Gesetz

Im Rahmen der Corporate Social Responsibility (CSR) sollen Unternehmen mit über 500 Beschäftigten künftig auch nichtfinanzielle Informationen veröffentlichen müssen, beschloss das Bundeskabinett. - Bild: Mcschreck/Wikipedia

Mit dem Gesetz wird eine EU-Richtlinie umgesetzt. Demnach müssen die betroffenen Unternehmen relevante und nützliche Informationen über ihre Strategien, Risiken und Ergebnisse zu den Themen Umwelt, soziale Belange und Arbeitnehmerbelange, Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Diversität in den Leitungs- und Kontrollorganen veröffentlichen.

Die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker, und der zuständige Berichterstatter, Heribert Hirte, reklamierten für die Union, sich erfolgreich für eine Begrenzung der dabei entstehenden Bürokratiekosten eingesetzt zu haben. "Für uns ist entscheidend, dass die Bürokratiebelastung der Unternehmen begrenzt bleibt und die gesetzlichen Regelungen nicht über die Vorgaben aus Brüssel hinausgehen", erklärte Hirte.

"Erstmals klare Vorgaben"

Die EU-Kommission in Brüssel billigt den Unternehmen "ausreichend Spielraum" für die Offenlegung der Informationen vor. Sie könnten dies "in der nach ihrem Dafürhalten sinnvollsten Form oder in einem getrennten Bericht" tun und sich dabei internationaler, europäischer oder nationaler Leitlinien bedienen.

Winkelmeier-Becker erklärte, mit der Umsetzung der CSR-Richtlinie mache der Gesetzgeber "erstmals klare, maßvolle und europaweit einheitliche Vorgaben für die nichtfinanzielle Berichterstattung großer Unternehmen".

Investoren, Geschäftspartner und Verbraucher seien für die Beurteilung eines Unternehmens und seiner Werthaltigkeit heutzutage "nicht nur auf dürre Kennziffern wie Unternehmensgewinn oder Cash-flow angewiesen". Sie benötigten ebenso Informationen über das Geschäftsmodell und mögliche Risikofaktoren im Hinblick auf Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte.