US-Botschafter Richard Grenell denkt, dass viele deutsche Unternehmen ihr US-Geschäft nicht durch Handel mit Iran aufs Spiel setzten wollen

US-Botschafter Richard Grenell denkt, dass viele deutsche Unternehmen ihr US-Geschäft nicht durch Handel mit Iran aufs Spiel setzten wollen. - Bild: US Regierung

"Da gibt es einfach keinen Vergleich in der Größenordnung", sagte Grenell am Freitag im Deutschlandfunk.

Die EU-Staaten wollen noch an diesem Freitag ein Gesetz wieder aufleben lassen, das europäische Unternehmen beim Handel mit dem Iran vor US-Sanktionen schützen soll. Es eröffnet theoretisch sogar die Möglichkeit, EU-Unternehmen zu bestrafen, die sich an die US-Sanktionen halten. Allerdings ist seine Wirksamkeit strittig.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnte im ARD-"Morgenmagazin" (Freitag) davor, an verschiedenen Fronten in einen "völlig ungeplanten und unstrukturierten Wettlauf um höhere Zölle, höhere Sanktionen, gegenseitiges Misstrauen" hineinzulaufen. Man müsse klare Prinzipien haben. "Das erste ist: Die USA sind unser Freund und Partner." Trotzdem müssten die Europäer wie die US-Amerikaner für ihre Wirtschaftsinteressen kämpfen.

Der VDMA hält die Entscheidung der EU, die Verordnung zum Schutz vor den Auswirkungen extra-territorialer Sanktionsregeln von Drittstaaten (die sogenannte Blocking Regulation) aus dem Jahr 1996 zu reaktivieren, für richtig. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Thilo Brodtmann. Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier!

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