Chevrolet Bolt Produktion

Geht die Produktivität in den USA wieder nach oben? - Bild: Chevrolet

Zugleich würde dies der Notenbank in der Zukunft helfen zu vermeiden, die Leitzinsen nochmals fast auf Null senken zu müssen. In einer Rede beim Aspen Institute zeigte sich Fischer gleichwohl besorgt über das jüngste schwache Produktivitätswachstum, definiert als Ausstoß je Arbeiter. Zuletzt hatte Notenbankchefin Janet Yellen das sinkende Produktivitätswachstum als mögliche Erklärung für die anhaltenden Phase niedrigeren Wachstums und niedriger Zinsen ins Feld geführt.

"Wenngleich es Uneinigkeit darüber gibt, was die effektivste Politik ist, eine Kombination verbesserter öffentlicher Infrastruktur, besserer Erziehung, der Ankurbelung privater Investitionen und einer wirkungsvolleren Regulierung würde sicher eine günstige Rolle für schnelleres Wachstum von Produktivität und Lebensstandard spielen."

Zugleich äußerte sich der Notenbanker zuversichtlich über die kurzfristigen Wachstumsperspektiven der US-Wirtschaft. Das Beschäftigungswachstum sei solide und die Inflation zwar unter dem 2-Prozent-Ziel der US-Notenbank, aber dennoch in "Schlagdistanz". "Ich glaube es ist bemerkenswert und wird womöglich nicht genügend gewürdigt, dass die Wirtschaft fast wieder zu Vollbeschäftigung zurückgefunden hat in einer relativ kurzen Zeit nach der großen Rezession und angesichts der historischen Erfahrungen nach der Finanzkrise", so Fischer. Zum möglichen Zeitpunkt der nächsten US-Zinserhöhung äußerte er sich nicht.