China, USA, Investitionen, Unternehmen

Immer mehr US-amerikanische Unternehmen fahren laut einer Umfrage ihre Investitionspläne für China herunter. - Bild: Pixabay

Die jährliche Umfrage unter den Mitgliedern der amerikanischen Handelskammer in China, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, zeigt, dass der Anteil der Unternehmen, die China zu ihren drei Top-Investitionszielen zählen, auf 56 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit 2009 gefallen ist. Vier von fünf Unternehmen erklärten, dass sie sich in China weniger willkommen fühlen als vorher, fast doppelt so viele wie noch vor drei Jahren.

Die Umfrage wurde zwischen dem 26. Oktober und dem 27. November durchgeführt. Die Ergebnisse beruhen auf den 462 Antworten von Mitgliedern der Handelskammer, die 900 Unternehmen in China vertritt, von denen 80 Prozent amerikanische Unternehmen sind.

Da die Umfrage vor der Wahl am 8. November begann, reflektiert sie nur teilweise die Meinung darüber, wie der gewählte Präsident Donald Trump das Verhältnis zwischen den USA und China beeinflussen wird. Trumps Forderungen nach hohen Zöllen für China haben zudem das Gespenst Pekinger Vergeltungsmaßnahmen hervorgerufen und dafür gesorgt, dass amerikanische Unternehmen davor zurückschrecken, ihre Investitionen in dem Land zu verstärken.

Während 72 Prozent der Unternehmen sagen, dass gute Beziehungen zwischen Peking und Washington für ihr Geschäftswachstum "sehr wichtig" oder sogar "extrem wichtig" sind, rechnen nur 17 Prozent damit, dass sich das Verhältnis im nächsten Jahr verbessert.

"Es ist etwas ernüchternd", sagte William Zarit, Vorsitzender der Handelskammer. "Eine wachsende Mehrheit ist der Ansicht, dass ein gute bilaterale Beziehung für den Erfolg ihres Unternehmens wesentlich ist."