Donald Trump

Der Republiker Donald Trump ist der 45. Präsident der USA. - Bild: Gage Skidmore/flickr/cc

Doch ist es laut IW Köln völlig offen, ob Donald Trump umsetzen kann und wird, was er während des Wahlkampfes versprochen hat.

"Nach dem Brexit nun also Donald Trump. Im Januar wird der republikanische Wahlsieger ins Weiße Haus einziehen. Die ganze Welt schaut erstaunt und beängstigt auf die USA", kommentieren die Wirtschaftsforscher.

Wenn Trump wahr mache, was er angekündigt hat, werde er die US-Politik umkrempeln. "Er will die Beteiligung der USA am Pariser Klimaabkommen kündigen – denn die Erderwärmung ist seiner Meinung nach eine Erfindung der Chinesen. Stattdessen sollen neue Arbeitsplätze im Kohlebergbau entstehen. Er will Freihandelsabkommen neu verhandeln und auf diese Weise die Arbeitsplätze in die USA zurückholen, die das Produzierende Gewerbe an günstigere Standorte verlagert hat. Das Freihandelsabkommen TTIP könnte tot sein. Er will die Rolle der USA in der globalen Geopolitik neu definieren und andere Länder an den US-Militärausgaben beteiligen", fasst das IW Köln zusammen.

Die Folgen seien kaum einzuschätzen. Denn wenn die nächste tiefe Rezession die USA einhole, dürfte das weltweit Folgen haben. Die US-Wirtschaft könnte zwar von Trumps geplanten Steuererleichterungen profitieren – wenn sie sich finanzieren lassen. Mit einer Staatsverschuldung, die bereits jetzt bei weitem die jährliche Wirtschaftsleistung des Landes übersteige, könnten sich die USA kaum leisten, Milliarden in Steuersenkungen zu investieren. Und auch die Neuverhandlung von Freihandelsabkommen sei wenig versprechend – zumal da auch die anderen beteiligten Staaten, Mexiko und Kanada bei NAFTA, mitmachen müssten. Eine einseitige Kündigung wäre keine Lösung für die Probleme der USA – im Gegenteil: Die Wiedereinführung von Handelsbarrieren werde Arbeitsplätze kosten und die Preise für den Endverbraucher in die Höhe treiben. Ein Segen für die Wirtschaft seien Trumps Pläne nicht.

"Trumps Wahlsieg ist ein Warnsignal – ein Warnsignal für einen Wandel der Werte und Ideale, ein Warnsignal für die Verbreitung von Antiglobalisierungstendenzen, ein Warnsignal dafür, dass neue unkonventionelle Ideen gesucht werden. Die Zitterpartie ist nicht zu Ende – sie fängt erst an", warnt das IW Köln.