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"Wir müssen die EU gegen den neuen Nationalismus verteidigen, denn er ist gefährlich für die Gesellschaft und für den erreichten Wohlstand", sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. - Bild: VDMA

"Europa kann zurecht stolz sein auf seine Entwicklung nach zwei zerstörerischen Weltkriegen. Auch ihren wirtschaftlichen Erfolg haben die europäischen Staaten nicht zuletzt der europäischen Integration zu verdanken", sagt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. In Deutschland hingen viele Arbeitsplätze davon ab, dass "wir in einem friedlichen Europa leben, in einem Binnenmarkt arbeiten und mit einer gemeinsamen Währung bezahlen".

Die EU müsse gegen den neuen Nationalismus verteidigt werden, denn dieser sei gefährlich für die Gesellschaft und für den erreichten Wohlstand. "Trotz aller Erfolge brauchen wir jetzt eine konstruktive Debatte, wie wir die Zusammenarbeit der EU-Staaten in Zukunft effizienter gestalten können. Dabei wird es auch darum gehen, die EU transparenter und demokratischer zu machen. Am Ende werden die Menschen nur eine EU unterstützen, die sie auch verstehen", so Brodtmann.

#europeworks soll positives Zeichen setzen

Für die Maschinenbauer in Deutschland hat Europa wirtschaftlich eine überragende Bedeutung. Im vergangenen Jahr stiegen die Exporte in die EU-28-Länder um 4,1 Prozent auf knapp 72,5 Milliarden Euro, damit wurde von allen Ausfuhren (156 Milliarden Euro) fast jede zweite Maschine ins EU-Ausland verschickt. "Viele Unternehmer begreifen nicht mehr Deutschland als ihren Heimatmarkt, sondern Europa", sagt VDMA-Präsident Carl Martin Welcker.

Aber Europa ist für die Maschinenbauer auch eine Herzensangelegenheit. "Europa hat gemeinsam viel geschafft, zuvorderst für die meisten Länder einen mehr als 70 Jahre andauernden Frieden. Die Europäische Union ist nicht nur ein Wirtschaftspakt, sie ist vor allem ein Friedensprojekt", betont Welcker. Und dafür werde der Maschinenbau auch weiterhin eintreten.

Deshalb startet der VDMA pünktlich zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge die Online-Kampagne #europeworks. "Wir wollen mit dieser Kampagne ein starkes Zeichen pro Europa setzen. Europa wird von Nationalisten und Populisten bedroht, dem wollen wir mit einer positiven Botschaft entgegentreten", erläutert VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. "Es ist wichtig, gerade jetzt ein solches Zeichen auszusenden um auch zur Verbesserung des Verhältnisses unter den Nationen beizutragen."

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