VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse begrüßt zwar grundsätzlich, dass der

VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse begrüßt zwar grundsätzlich, dass der Konsolidisierungsprozess in Griechenland auf eine solide demokratische Basis gestellt werden soll, kritisiert aber an dem geplanten Referendum Zeitpunkt und fehlende Abstimmung mit den europäischen Partnern (Bild: VDMA).

FRANKFURT (ks). Giorgos Papandreou versuche, mit dem angestrebten Referendum eine demokratische Legitimation für den bevorstehenden schmerzhaften Weg zu erhalten. “Das ist grundsätzlich zu begrüßen, denn ohne breiten Rückhalt in der Bevölkerung wird es schwer, Reformen dieses Ausmaßes durchzusetzen”, teilt der VDMA in einer aktuellen Stellungnahme mit. Der Vorgang stelle eine dramatische Zuspitzung dar, biete aber die Chance, den Konsolidierungsprozess auf eine stabilere Grundlage zu stellen. Eine erfolgreiche Volksabstimmung wäre laut Hesse ein Befreiungsschlag für Griechenland und auch für Europa. Die griechische Führung müsse jetzt alles tun, damit die Abstimmungsberechtigten auch wirklich darüber informiert sind, worum es geht.

“Der Einsatz ist hoch. Ein ablehnendes Votum der Griechen würde wohl zwangsläufig zum Austritt aus der Eurozone und zum Staatbankrott Griechenlands führen – mit allen unabsehbaren Folgen für Europa”, heißt es beim VDMA weiter.

Es sei auch kaum vorstellbar, dass die anstehenden Probleme bis zum Januar einfach vertagt werden. Bis dahin könne man sich nicht einfach “durchwurschteln”. Es werde also notwendig sein, heute schon Vorkehrungen zu beschließen, wie ein Schutzzaun für den Fall errichtet wird, dass die Griechen nicht bereit sind, weitere Belastungen auf sich zu nehmen. “Klar ist, wenn die Griechen nicht wollen, dass sie gerettet werden, dann kann man sie nicht retten. Diese Entscheidung hätten die Griechen durch ein ablehnendes Votum dann eindeutig getroffen.”