Thilo Brodtmann, vdma

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. - Bild: VDMA

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampf eine Kehrtwende in der amerikanischen Handelspolitik angekündigt und will Zölle und andere Handelshemmnisse wieder aufbauen. Zwar rechnet der VDMA derzeit noch nicht mit einer Anhebung der Einfuhrzölle auf deutsche Maschinenbauprodukte. Aber die protektionistischen Vorschläge von Donald Trump würden sich direkt auf das Investitionsklima in den USA auswirken und damit auch auf die Maschinenimporte aus Deutschland.

"Natürlich respektieren wir dieses demokratische Wahlergebnis. Donald Trump würde aber, falls er seine angekündigten Maßnahmen als Präsident tatsächlich umsetzt, vor allem seinem eigenen Land schaden. Falls die größte Wirtschaftsmacht der Welt einen protektionistischen Kurs fährt, wird das rund um den Globus zu spüren sein. Wir können nur hoffen, dass er seinen Worten keine entsprechenden Taten folgen lässt", sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann.


Im vergangenen Jahr exportierten die Maschinenbauer aus Deutschland Waren für fast 17 Milliarden Euro in die Vereinigten Staaten. Damit lösten die USA China als wichtigsten Einzelmarkt für deutsche Maschinenausfuhren ab. Für 2016 erwartet der VDMA, dass die USA diesen Spitzenplatz verteidigen werden.

Umgekehrt belegen deutsche Maschinen den vierten Platz in der Rangliste amerikanischer Maschinenimporte (hinter China, Japan und Mexiko).


Maschinenlieferungen aus Deutschland haben einen wesentlichen Anteil an der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der amerikanischen Industrie. Der künftige US-Präsident will die Globalisierung jedoch umkehren in einen „America first“-Ansatz und den Freihandel einschränken. Damit stellt er sich gegen die eigene Industrie, etwa den amerikanischen Verband National Association of Manufacturers oder die U.S. Chamber of Commerce, die sich klar zum Freihandel bekennen.