Western Digital

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Datenspeicher-Herstellers Sandisk durch seinen Konkurrenten Western Digital gebilligt. - Bild: Western Digital

Die EU-Wettbewerbshüter waren zu dem Schluss gelangt, dass der Deal den Wettbewerb in Europa nicht beeinträchtigt.

Western Digital und Sandisk sind beide Anbieter von Speicherprodukten wie Festplatten oder Halbleiter-Festplatten auf Grundlage der Flashspeicher-Technologie, die sowohl in Verbraucherelektronik als auch in Unternehmensanwendungen zum Einsatz kommen.

Laut EU-Kommission überschneiden sich die Tätigkeiten der beiden Unternehmen lediglich bei Flashspeicher-Geräten für Unternehmensanwendungen einschließlich Halbleiter-Festplatten. Dies schätzen die Kartellwächter, die bei ihrer Untersuchung eng mit der US-Kartellbehörde Federal Trade Commission zusammengearbeitet haben, jedoch als unbedenklich ein, da auf dem Markt mit Wettbewerbern wie Intel, Toshiba, Micron und Samsung weitere starke und fest etablierte Anbieter vertreten sind.

Western Digital lässt sich die Übernahme von Sandisk rund 19 Milliarden US-Dollar in bar und Aktien kosten. Sandisk war Experten zufolge auf der Suche nach einem Käufer, und Branchenbeobachter hatten Western Digital dabei als logischen Kandidaten ausgemacht.

Sandisk hat von einer Nachfrageexplosion bei Produkten wie Smartphones profitiert. Zuletzt hatte der Konzern allerdings mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, darunter die Entscheidung von Apple, künftig Samsung-Chips statt die Solid State Drives, kurz SSDs, von Sandisk in seinen Produkten zu verbauen. SSDs nutzen Flash-Speicher und sind daher schneller als herkömmliche Laufwerke.

In der US-Halbleiterindustrie hatte es im vergangenen eine Vielzahl von M&A-Aktivitäten gegeben. Ein sich verlangsamendes Wachstum und steigende Kosten haben die Konsolidierungswelle in der Branche losgetreten.