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Die deutschen Unternehmen in Russland rechnen für das laufende Jahr mit einem Ende der Rezession auf dem größten Markt Osteuropas. - Bild: Pixabay

Die Umfrage wurde vom Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer initiiert. In der Vorjahresumfrage waren es gerade zwei Prozent. Drei von fünf Betreiben glauben außerdem an steigende Umsätze in Russland.

"Eine mehr als zweijährige Durststrecke steht vor dem Ende, die russische Wirtschaft lässt das Tal der Tränen hinter sich", sagte der stellvertretende Chef des Ostausschusses, Klaus Schäfer, am Freitag in Berlin.

Nach massiven Einbrüchen setzen die Unternehmen auch wieder auf steigende Exporte gen Osten. Der Ost-Ausschuss beziffert den erwarteten Anstieg mit 5 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten sich die Ausfuhren bei 21,6 Milliarden Euro stabilisiert. Im Rekordjahr 2012 hatte der Export mit 38 Milliarden seine Spitze erreicht.

Wegen des Einbruchs des Ölpreises und der westlichen Sanktionen hat die russische Wirtschaft schwere Jahre hinter sich. Im vergangenen Jahr schrumpfte sie noch einmal um 0,2 Prozent. Für das laufende Jahr rechnen Ökonomen wieder mit einem Anziehen der Konjunktur um 1,2 bis 1,5 Prozent.

Die deutschen Firmen sehen die anhaltenden Strafmaßnahmen jedoch weiter als großes Hindernis an. Neun von zehn Firmen verlangen von der Europäischen Union deren Abschaffung, allerdings glaubt nur jede Dritte, dass das dieses Jahr geschehen dürfte. "Wir wünschen uns, dass Russland seine Anstrengungen zur Erfüllung der Minsk-Vereinbarungen verstärkt und dass dort endlich die Waffen schweigen", sagte Schäfer. Im Gegenzug sollte der Kreml mit dem schrittweisen Abbau der Sanktionen belohnt werden.

An der Umfrage beteiligten sich 190 Unternehmen, die in Russland über 120.000 Mitarbeiter beschäftigen.