Dekra Fluchtweg

Wenn die Brandschutztür nicht richtig schließt, kann ein Brand zusätzlich befeuert werden. - Bild: Dekra

Es ist ein häufiges Bild in Bürogebäuden: Die Brandschutztür zwischen Tiefgarage und Gebäude ist nicht wie vorgeschrieben geschlossen, sondern wird mit einem Holzkeil offengehalten.

„Dieses Verhalten kann lebensgefährlich werden“, sagt Bernhard Schuhmacher, Brandschutz-Sachverständiger bei Dekra. „Bei einem Feuer in der Tiefgarage können sich die Rauchgase über das Treppenhaus ausbreiten und die Bewohner vergiften. Zudem werden damit auch die Fluchtwege verraucht.“

Sind Brand- und Rauchschutztüren nicht geschlossen, erhält zudem ein Feuer – egal, wo es ausbricht – zusätzliche Nahrung durch die Sauerstoffzufuhr.

Diese 3 Dinge müssen beim Fluchtweg unbedingt beachtet werden

  •  Brand- und Rauchschutztüren nicht unterkeilen

  •  Fluchtwege dürfen nicht blockiert werden

  •  Treppenhaus ist der wichtigste Flucht- und Rettungsweg

Ein häufiger Fehler ist es, Fluchttüren zu verstellen. Der Fluchtweg wird dann bei einem Feuer zur Todesfalle. Fluchttüren müssen im Panikfall grundsätzlich ohne Schlüssel von innen nach außen zu öffnen sein. Das gleiche gilt für Türen zu Tiefgaragen und Eingangstüren.

Zudem dürfen keine brennbaren Gegenstände gelagert werden. Diese so genannten zusätzlichen „Brandlasten“ können, wenn sie Feuer fangen, den wichtigsten Fluchtweg für Bewohner und Rettungsweg für die Feuerwehr unpassierbar machen.

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