Dekra bildet Brandschutzhelfer aus.

Dekra bildet Brandschutzhelfer aus. - Bild: Dekra

| von Karoline Kopp
Aktualisiert am: 04. Mär. 2019

Jährlich ereignen sich in Deutschland etwa 200 brandbedingte Großschäden – von den vielen kleineren Bränden ganz zu schweigen. Im Durchschnitt entstehen statistisch bei Großbränden Kosten von vier bis fünf Millionen Euro. Nicht selten werden Menschen dabei verletzt oder verlieren im schlimmsten Fall ihr Leben.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) fordert von jedem gewerblich tätigen Unternehmen – gleich welcher Größe oder Branche – die Ausbildung von Brandschutzhelfern in ausreichender Zahl.

Dazu verpflichtet die Vorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Vorschrift 1 u. DGUV Information 205-003), die den Brandschutz in Betrieben regelt.

Was heißt das konkret?

Kleine und mittlere Unternehmen müssen in der Regel fünf Prozent ihrer Beschäftigten zum Brandschutzhelfer ausbilden lassen. Das gilt unter Berücksichtigung des Schichtbetriebs und nicht nur für die Lagerhalle, sondern auch für die Büros in der Verwaltung. Liegt eine generell erhöhte Brandgefährdung vor, erhöht sich sogar die Anzahl der geforderten Helfer.

Dazu drei Beispiele: Befinden sich regelmäßig fünf Mitarbeiter im Betrieb, benötigt die Firma einen Brandschutzhelfer. Bei einem 500-Personen-Unternehmen sind es in der Regel 25 Brandschutzhelfer. Und bei einem Kaufhaus mit 500 Beschäftigten und regelmäßig etwa 1.000 Kunden im Geschäft ergeben sich für zusammen 1.500 Menschen dem Rechenschlüssel zufolge 75 Brandschutzhelfer. Wer dagegen verstößt, kann mit Bußgeldern bis zu 1.000 Euro belegt werden.

Das beinhaltet die eintägige Ausbildung zum Brandschutzhelfer:

  • Rechtliche Grundlagen des Brandschutzes
  • Physikalisch-chemische Grundlagen der Verbrennung und des Löschens
  • Vorbeugender Brandschutz in Gebäuden
  • Ziele, Organisation und Methoden des betrieblichen Brandschutzes
  • DIN 14096: Brandschutzordnung Teil A bis C
  • Brandmeldeeinrichtungen und Kennzeichnung
  • Abwehrender Brandschutz: Verhalten im Brandfall, Brandbekämpfung mit Feuerlöschern
  • Personenbezogene Gefahren durch Brände und persönliche Schutzmaßnahmen
  • Rettung von Personen und Einleitung der Evakuierung von Gebäuden sowie Rettungswege
  • Alarmierung, Einweisung und Unterstützung der Hilfskräfte (z.B. Feuerwehr)
  • Feuerlöschübung (praktische Unterweisung)