Sturzunfall

2016 ereigneten sich allein 160.000 Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. - Bild: Adobe Stock/pressmaster

| von Karoline Kopp

Häufig spielt den Menschen die Routine einen Streich, beobachten die Experten von Dekra. Das Gehen oder Treppensteigen bucht der Mensch als normale Handlung ab, die er praktisch wie im Schlaf beherrscht. Gefahr besteht immer dann, wenn den Menschen etwas aus dem Rhythmus bringt, wie etwa der unerwartete Zuruf eines Kollegen oder das Läuten des Smartphones.

160.000 Unfälle durch Stolpern, Rutschen und Stürzen

Im Jahr 2016 ereigneten sich nach Zahlen der Gesetzlichen Unfallversicherung  rund 160.000 Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle (SRS), das sind mehr als 400 pro Tag.

Mehr als die Hälfte dieser Unfälle ereignen sich übrigens auf ebenen Flächen. Typisch sind Stolperfallen durch beschädigte Böden, Kabel oder Verpackungsmaterial, aber auch Böden, die durch Wasser, Regen, Öl oder Fett rutschig geworden sind.

Ein gefährlicher Ort ist auch die Treppe, auf der sich mehr als jeder sechste SRS-Unfall ereignete (17,6 Prozent, 28.000 Unfälle). Unfälle verlaufen hier in der Regel schwerer als auf ebener Fläche. Hier heißt es besonders aufmerksam sein, sich nicht ablenken lassen und den Handlauf benutzen, raten Arbeitsschutzexperten. Die erste und die letzte Stufe einer Treppe sind die gefährlichsten, denn dort muss der Körper seinen Rhythmus umstellen.

Vorsicht Leiter!

Auch wer hoch hinaus will, gerät oft in Gefahr: Allein fast 5.000 Unfälle passieren beim Benutzen einer Leiter. Hier wird oft zu wenig auf die Standsicherheit auf einem festen Untergrund und eine ausreichende Absicherung beim Hochsteigen geachtet. Wichtig ist sicheres, funktionstüchtiges Gerät. Übermut ist eine häufige Unfallursache. Bürostühle sind als Aufstiegshilfe völlig ungeeignet.

Unfälle ereignen sich oft auch dann, wenn die Mitarbeiter unter Stress stehen, sich für Vorgänge nicht genug Zeit lassen oder Wege und Arbeitsbereiche nicht genügend beleuchtet sind. Häufig reicht auch beim Tragen von sperrigen Gegenständen die Sicht nicht aus.

Es gibt die vielfältigsten Ursachen für Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Deshalb empfehlen die Arbeitsschutzexperten von Dekra, mit offenen Augen durch den Tag zu gehen,  und im Zweifel besser die sichere Variante zu wählen. Wichtig ist auch, bei sichtbaren Gefahren selbst aktiv zu werden.

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