Kalheinz Blank, T-Systems, TOP-Transfer-Forum, Lander

Der T-Systems-Manager Blank erläutert im Video-Interview mit Produktion, welchen Nutzen Predictive Maintenance schon heute der Industrie bieten kann. - Bild: Diehl/Produktion

Produktion: Professor Blank, mit welcher Anwendung im Bereich Big Data lässt sich der größte Nutzen für die Industrie erzielen?

Karlheinz Blank, T-Systems: "Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht mit Predictive Maintenance im Rahmen von Next Generation Maintenance. Da sind wir tatsächlich sehr erfolgreich beim Kunden unterwegs: Es ist uns gelungen, den Maintenance-Prozess so zu optimeren, dass wir Ausfälle vermeiden konnten."

Produktion: Wie kann man von der Anwendung Predictive Maintenance zu einem verbesserten Produkt gelangen?

Blank: "Wenn man konsequent Digitalisierung anwendet, dann erhält man viele Daten, wie sich ein derartiges Produkt am Markt bewährt. Das heißt, wir beobachten das Produkt und bekommen Ausfalldaten. Und jeder Ausfall ist chrakteristisch für eine Schwäche des Produktes. Wir sammeln diese Produktschwächen und diejenigen, die sehr häufig vorkommen, übersetzen wir in Anforderungen an die Weiterentwicklung des Produkts. Damit lassen sich im Engineering die Produktschwächen ausmerzen und im Design überarbeiten. Das führt langfristig zu immer besseren Produkten und letztendlich zu zufriedenen Kunden."

Produktion: Wir können die gewonnenen Erkenntnisse dabei helfen, zu einem besseren Produkt zu gelangen?

Blank: "Wir erkennen nicht nur, dass das Produkt kaputt geht, wir erkennen auch, an welcher Stelle es Schwächen hat und genau in diesem Bereich kann man ansetzen, zum Beispiel bei Schweißrobotern kann man unter bestimmten Bedingungen wie der Entfettung von Motoren erkennen, dass sich die Schweißschläuche anders verhalten als beim Schweißen und dass man bei Waschmaschinenrobotern andere Schäuche verwenden muss. Damit erhält man einen Mehrwert aus der Analyse der Schwachstellen."

Produktion: Herr Lander, T-Systems präsentiert sich als Systemintegrator für die Smart Factory. Was heißt das konkret?

Hans-Georg Lander, T-Systems: "Dass wir in diesem Umfeld einer Smart Factory Lösungen anbieten, die sehr stark auch Fremdleistungen oder auch Komponenten von Drittanbietern beinhalten. Diese bauen wir zu einem sinnvollen Ganzen zusammen, weil wir selbst natürlich nicht alles in diesem Umfeld entwickeln. Das ist die Einführung, die Systemintegration, es kann ein Projekt, aber auch ein kompletter Roll-out sein. Das ist die End-to-End-Gesamtleistung von T-Systems."

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