Accenture

Wie steht’s um das Ökosystem, wie um die Finanzkraft der Lieferanten? Und wie viele Fachkräfte stehen zur Verfügung? Ein neuer Accenture-Report liefert objektive Antworten. - Bild: Accenture

Der Bericht – „Delivering Digital Dividends“ – bewertet bestimmte Technologien entlang fünf kritischer Werttreiber; die Erstausgabe bietet Auswertungen für die Trend-Verfahren Big Data Analytics, KI, Blockchain, Augmented, Virtual und Mixed Reality sowie Robotics. Sie soll Business- und IT-Entscheidern dabei helfen, die Vor- und Nachteile bestimmter Technologien genauer zu bewerten und besser zu managen.

Aidan Quilligan, Managing Director bei Accenture und global für den Bereich „Industry X.0“ verantwortlich, fasst zusammen: „Vorstände müssen sich keinesfalls mit allen Details einer neuen Technologie beschäftigen, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Sie sollten jedoch die um diese Technologie entstehende Business-Landschaft verstehen.“

Raghav Narsalay, Managing Director bei Accenture Research und Mitverfasser der neuen Studie, ergänzt: „Wir geben Entscheidern ein neues Werkzeug für Technologie-Beschaffung und Adoption-Management. Dieses zeigt über Punktwerte beispielsweise, wie hoch der Wettbewerb um Experten in einem bestimmten Fach wie etwa KI einzuschätzen ist. Das objektiviert und vereinfacht die weitere Planung.“

Wie Vorstände mit den Resultaten aus dem Bericht umgehen, bleibt dabei ihnen selbst überlassen. Narsalay erklärt: „Das ist ja letztlich eine Strategiefrage: Ist die Fachkräfte-Verfügbarkeit extrem niedrig, dann können Sie entweder Wege entwickeln, um damit umzugehen – oder die Investition in die entsprechende Technik erstmal aufschieben.“

Ein Realitätscheck fürs „Roadmapping“

Somit eigne sich der Bericht primär als eine Art „Reality-Check“ für die Planung von Technologie-Investitionen, meint Narsalay: „Er zeigt objektiv, ob das wirtschaftliche Umfeld einer Technologie in Ihrer Industrie Sie bei der Umsetzung Ihrer Roadmap eher unterstützt – oder eher behindert“.

Der Report mit dem Titel „Delivering Digital Dividends: How to Start Making Your Technology Investments Really Pay Off“ erläutert zunächst die wichtigsten externen Faktoren, die Unternehmen im Blick haben sollten. Dann zeigt er die Industrie-übergreifenden Punktwerte für fünf ausgewählte Techonlogien auf. Die entsprechende Skala reicht von eins bis fünf; je höher der Wert, desto besser fürs Technologie-Management.

Das Stück baut auf der Studie „Combine and Conquer“ auf, die Accenture bereits letztes Jahr vorgestellt hat. Dort gingen die Verfasser der Frage nach, welche Kombinationen digitaler Technologien den größten Nutzen für Unternehmen haben. Resultat: Firmen, die verfahren wie etwa Big Data, KI und Blockchain besonders effektiv verknüpfen, können ihren Marktwert um bis zu 28 Prozent steigern.

„Eben da setzt unser Research mit dem neuen Bericht an“, erklärt Aarohi Sen, Principal bei Accenture Research und Mitverfasser der neuen Studie: „Wir liefern sozusagen eine Antwort auf die Frage nach: ‘Wie stelle ich sicher, dass ich diese Resultate auch wirklich erreiche?‘ So versuchen wir, den Übergang in die Industry X.0 zu erleichtern.“

Als „Industry X.0-Unternehmen“ bezeichnet Accenture diejenigen Firmen, die digitale Technologien nicht nur zur Gewinnung von Effizienzvorteilen nutzen, sondern auch für das Entwickeln neuer, ertragreicher Lösungen und Geschäftsmodelle.

Der Studienbericht „Delivering Digital Dividends“ befasst sich mit fünf für Unternehmen aller Branchen besonders relevanten Technologien: Big Data, Künstliche Intelligenz (KI), Blockchain, AR, VR und MR sowie Robotik. Das dem Bericht zugrunde liegende Modell erlaubt aber auch Auswertungen für andere Technologien – und für einzelne Industrien wie etwa den Maschinen- und Anlagenbau.

„Wir werden im Lauf des Jahres beispielsweise Industrie-spezifische Scorings veröffentlichen“, sagt Narsalay. „Und wir können unser Modell natürlich auch jederzeit für Kunden-spezifische Auswertungsbedarfe nutzen.“

5 'Value Trigger' für zusätzliche Wertsteigerung

Das „Digital Dividends“-Modell nutzt fünf Einflussgrößen, die eine besondere Hebelwirkung auf den Wertbeitrag einer bestimmten Technologie haben können. Diese sogenannten ‘Value Trigger’ bündeln jeweils mehrere Teilindikatoren:

  1. Wertpotenzial: Ein Industrie-übergreifender Kennwert, der zeigt, wie viel Kosteneinsparung bzw. Wertsteigerung eine bestimmte Technologie ermöglicht.

  2. Fachkräfte-Verfügbarkeit: Zeigt, wie viele Spezialisten für den Einsatz einer bestimmten Technologie insgesamt im Markt sind; berücksichtigt zudem Angebot und Nachfrage nach diesen Spezialisten im Arbeitsmarkt.

  3. Investitionstätigkeit: Bewertet den Zufluss von Risikokapital sowie die Zahl von Unternehmensübernahmen und -zusammenschlüssen rund um eine bestimmte Technologie innerhalb der letzten drei bis fünf Jahre.

  4. Reifegrad des Ökosystems: Verfügbarkeit von allgemein akzeptierten Standards und Protokollen für eine bestimmte Technologie; Grad der Bemühungen für mehr Interoperabilität zwischen nicht-kompatiblen Systemen; die Zahl der Konsortien (aus Wissenschaft und Wirtschaft) zur Förderung einer bestimmten Technologie; Anzahl der Start-ups im jeweiligen Technologiefeld.

  5. Kommerzielle Nutzung: Value Trigger bestehend aus mehreren Teilindikatoren: Zahl der allgemeinen Use Cases für eine bestimmte Technologie; Zahl der tatsächlich kommerziell genutzten Anwendungen; erwartete Entwicklung der Unternehmens-Ausgaben für besagte Technologie; Zahl der Unternehmen, die bereits in die Technologie investiert oder Anwendungen dafür entwickelt haben; Einschätzung von Führungskräften bezüglich des Nutzwerts der Technologie (speziell: zu deren Beitrag zu Effizienz- und Umsatzssteigerung).

Kostenvorteile durch „Value-Trigger-Management“

Die Verfasser des Berichts betonen: Das richtige Management jedes einzelnen der „Value Trigger“ ist von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Das Vernachlässigen bereits einer Größe mit niedrigem Punktwert kann nämlich schon hohe Kosten verursachen.

Ein Beispiel hierfür: Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die die Einflussgröße „Ökosystem“ gut managen, rund 2,4 Prozent weniger Kosten pro Mitarbeiter verzeichnen als ihre Marktbegleiter. Rechnet man die dadurch entstandenen absoluten Kostenvorteile für die „Ecosystem Engagers“ allein zwischen 2013 und 2016 zusammen, so ergeben sich für diese Unternehmen Einsparungen von durchschnittlich insgesamt 844 Millionen US-Dollar im besagten Zeitraum. 

„Unsere letztjährige Studie ‘Combine and Conquer’ hat ergeben, dass fast die Hälfte der befragten Vorstände nach eigener Aussage Schwierigkeiten hat, neue digitale Technologien bestmöglich zu kombinieren. In diesem Umstand sehen sie eines der größten Hindernisse bei der Transformation ihres Unternehmens. Mit unserer neuen Studie wollen wir dazu beitragen, einen Teil dieser Schwierigkeiten auszuräumen“, führt Narsalay aus. 

  • Big Data Analytics

    Value-Trigger-Scores für Big Data Analytics. - Bild: Accenture

  • Artificial Intelligence

    Value-Trigger-Scores für Artificial Intelligence. - Bild: Accenture

  • Blockchain

    Value-Trigger-Scores für Blockchain. - Bild: Accenture

  • Immersive Experiences

    Value-Trigger-Scores für Immersive Experiences. - Bild: Accenture

  • Robotics

    Value-Trigger-Scores für Robotics. - Bild: Accenture

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Weitere Informationen zum „Delivering Digital Dividends“-Research auf dieser Website; für Zugriff auf das Diagnostic-Tool oder Einzel-Auswertungen für bestimmte Industrien und Technologien wenden Sie sich am besten an Raghav.Narsalay@Accenture.com.

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