An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden seit vielen Jahren wirtschaftsinformatische Themen erforscht und gelehrt

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden seit vielen Jahren wirtschaftsinformatische Themen erforscht und gelehrt. - Bild: Accenture

Zugegeben: Wer über Industrie-Digitalisierung nachdenkt, denkt vermutlich nicht gleich an Magdeburg. Dabei hat der Standort gerade in Sachen Industrie 4.0 einiges zu bieten. An der Otto-von-Guericke Universität der Stadt forschen angehende Ingenieure nämlich zu maßgeblichen Herausforderungen der Digitalisierung. Seit kurzem unterstützt Accenture sie dabei.

Im Fokus der Zusammenarbeit steht das „Magdeburg Research und Competence Cluster für sehr große betriebliche Anwendungssysteme“, kurz MRCC. Dort greifen vor allem Wirtschaftsinformatiker und Studierende Fragestellungen aus der Digitalisierungs-Praxis auf und bemühen sich um Antworten. Hauptziel hierbei ist, dass erarbeitete Resultate möglichst zeitnah Eingang in den Alltag deutscher Unternehmen finden.

Auf der Liste der Themen, mit denen sich Wissenschaftler und angehende Fachleute beschäftigen, stehen dabei viele mit Industire-4.0- und Smart-Products-Bezug. So arbeiten die Experten beispielsweise zu Internet-of-Things-Anwendungen, Big Data, Unternehmens-Software und Anwendungssystemen oder künstlicher Intelligenz. Jüngere Vorhaben betreffen beispielsweise Virtualisierung in der IT oder neue Wege in der Produktionsplanung. Bei Ihrer Arbeit werden die Wissenschaftler seit Kurzem von Accenture unterstützt.

Accenture Campus Kronberg
Der Accenture Capus in Kronberg bei Frankfurt am Main. - Bild: Accenture

Forschung zu Schlüssel-Technologien

Die Bedeutung für die deutsche Industrie ist klar: Die digitalen Technologiefelder, die das MRCC bearbeitet, verändern schon jetzt Unternehmen und deren Geschäftsmodelle. Neue, digitale Innovationen erschließen nicht nur Effizienz- und Flexibilitätsreserven, sondern ermöglichen überdies auch das Entwickeln ganz neuer Produkte, Dienste und Lösungen sowie den Aufbau ganz neuer Geschäftsbereiche.

Nur die wenigsten dieser Möglichkeiten sind für einzelne Organisationen allein nutzbar. Gerade Innovationen erfordern heute ein weites Netzwerk aus starken Partnern mit unterschiedlichster Expertise – weshalb entsprechende Kooperationen in den unterschiedlichsten Industriezweigen immer häufiger werden.

Diesem „Ökosystem-Gedanken“ möchten das MRCC und Accenture in der gemeinsamen Arbeit ebenfalls Rechnung tragen. Deshalb haben beide Partner beispielsweise die Möglichkeit geschaffen, gemeinsame Forschungsthemen auch äußerst kurzfristig und „ad-hoc“ in einem „Accenture Lab“ am MRCC zu bearbeiten.

Mehr zum Magdeburg Research und Competence Cluster:

Das Magdeburg Research und Competence Cluster für sehr große betriebliche Anwendungssysteme ist Teil der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Hier werden seit vielen Jahren wirtschaftsinformatische Themen erforscht und gelehrt. Es besteht aus der Arbeitsgruppe Wirtschaftsinformatik I (AG WI), dem SAP University Competence Center (UCC), dem Very Large Business Applications (VLBA) Lab sowie dem Business Informatics Competence Centre (BICC).

Der Forschungsverbund befasst sich in Zusammenarbeit mit seinen (Industrie-)Partnern mit der Planung, Entwicklung, Einführung sowie dem Betrieb sehr großer Anwendungssysteme. Mehr zum Cluster unter www.mrcc.ovgu.de.

Förderung von Nachwuchskräften

Neben der gemeinsamen Forschungsarbeit und dem Wissens-Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis verfolgt die Zusammenarbeit von Uni und Beratungshaus aber natürlich noch ein weiteres Ziel: Die Ausbildung künftiger Digitalisierungs-Experten.

Frank Riemensperger, Vorsitzender der Accenture-Deutschland-Geschäftsführung, bestätigt: „Die Erweiterung unserer Partnerschaft mit der Universität ist ein wichtiger Schritt, um den stark wachsenden Bedarf an Absolventen in den neuen innovativen Technologiefeldern abzudecken. Wir freuen uns über alle Studenten der Uni Magdeburg, die sich entscheiden, ihre berufliche Laufbahn bei Accenture zu beginnen. Die hiesige Ausbildung insbesondere in den Bereichen Analytics, In-Memory-Technology und Data Science ist hervorragend.“

Dagmar Zippel, bei Accenture verantwortlich für das Recruiting in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Russland, ergänzt:

„Der Geschäftsbereich, in dem wir die Digitalisierung der Industrie vorantreiben, heißt bei uns ‚Industry X.0‘, und er wächst stetig. Deshalb suchen wir in diesem Bereich interessierte und qualifizierte Kandidaten.“ Gefragt seien etwa Berufseinsteiger und Fachkräfte gerade aus den Ingenieurswissenschaften, dem Maschinen- und Anlagenbau oder der Informatik z.B. mit Kenntnissen in Virtueller Produktentwicklung, Systems Engineering, Product Software Engineering oder einem vergleichbaren Thema.

Industry X.0-Jobs bei Accenture

Sie möchten einen Chemiekonzern bei der Entwicklung einer „smarten“ Produktionsstrategie unterstützen, die auf Advanced Analytics setzt? Sie wollen neue digitale Geschäftsmodelle für Versicherungsunternehmen gestalten, die Smart Watches mit Voice-enabled AI-Robo-Advisors kombiniert? Sie haben Lust, einen Energiekonzern beim Aufbau einer Digital Workforce zu begleiten, die Virtual- und Augmented-Reality-Lösungen nutzt? Dann sind Sie bei Industry X.0 an der richtigen Stelle!

Accentures Industry X.0-Practice bietet Studierenden mit Interesse an Industrie 4.0, IIoT, und verwandten Themenbereichen der hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten. Der Geschäftsbereich sucht herausragende Persönlichkeiten für spannende Aufgaben im Schnittbereich von Industrie, Strategie, und IT – beispielsweise im Zusammenhang mit Strategieentwicklung, Change Management, Digital-Consulting, Analytics und KI, Product Development, Embedded Software Engineering, oder Product-Lifecycle-Management.

Mehr Infos, Karriere-Beispiele und Stellenanzeigen unter https://www.accenture.com/de-de/careers/industryx.

Eben solche Nachwuchskräfte bilden Universität und Cluster aus: Die Otto-von-Guericke-Universität setzt einen klaren Schwerpunkt auf Natur- und verfügt überdies über einen „Jugendvorteil“: Als eine der jüngsten Universitäten Deutschlands bietet die Hochschule einen exzellenten Startpunkt für zukunftsorientierte, innovationsfreudige künftige Digitalisierungs-Experten.

Zusammenarbeit läuft bereits

Die Zusammenarbeit mit Accenture läuft bereits seit dem Fühjahr dieses Jahres: Am 16. März unterzeichneten die Otto-von-Guericke-Universität, vertreten durch Prof. Dr. Klaus Turowski, und Accenture, vertreten durch die beiden Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Zeier und Jörg Besier, einen entsprechenden Kooperationsvertrag.

Auch vor Unterzeichnung der Verbindung bestanden bereits Beziehungen zwischen Hochschule und Beratungshaus: Die Otto-von-Guericke-Universität hatte Prof. Dr. Alexander Zeier, Chief Technology Officer der SAP Business Group von Accenture, bereits 2013 zum Honorarprofessor der Informatik-Fakultät bestellt; Grundlage hierfür waren Zeiers wissenschaftliche Arbeiten unter anderem zur In-Memory-Datenverabeitung.

Mehr zum Thema:

Weitere Informationen über den Magdeburg Research und Competence Cluster auf dieser Website.

Infos zu Accenture’s Stellenanzeigen finden Sie auf den Karriere-Websites des Unternehmens; Hinweise auf Industry-X.0-spezifische Stellen auf dieser speziellen Site.