Cockpit der Zukunft von Faurecia

Das Cockpit der Zukunft: Durch On-Board-Intelligenz und das integrierte Cockpit entsteht eine vielseitige, vernetzte und vorausschauende Fahrzeugumgebung. - Bild: Faurecia

Die gesamte Autoindustrie verändert sich: Autos werden elektrisch, die Selbstfahr-Technologie immer besser, und „Mobilitätsdienste“ gewinnen an Bedeutung. Das hat natürlich auch für die Zulieferer Folgen: Um den neuen Bedürfnissen der Hersteller entsprechen zu können, müssen sie noch innovativer werden und sich stellenweise sogar selbst neu erfinden. Autotechnik-Marktführer Faurecia hat das genau verstanden – und digitalisiert daher gezielt das eigene Geschäft.

Der Französische Zulieferer arbeitet bereits seit längerem an der Entwicklung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen für vernetzte, selbstfahrende Autos – und setzt dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Dritten: Schon im Januar 2018 verkündeten Faurecia und Accenture den Start einer Fünf-Jahres-Partnerschaft für die Neuerfindung der „Onboard-Experience“, sprich des Fahrzeug-Innenraums, rund um neue digitale Technologien. Die Zusammenarbeit werde dabei über bloßes Arbeiten hinausgehen; die Partner würden auch gemeinsame Investitionen tätigen.

Produktentwicklung per „Digital Services Factory“

Was das konkret bedeutet, ist inzwischen öffentlich: Beide Firmen investieren in KI-Technologien fürs Fahrzeuginnere und entwickeln zudem digitale Dienste rund um das Wohlbefinden und die Gesundheit von Autofahrern und -beifahrern. Erste Projekte wurden bereits gestartet, die bisherige Zusammenarbeit reicht vom Einsatz von KI im Autocockpit über die Nutzung von Analytics bis hin zum Einsatz von Augmented- und Virtual Reality und sogar Blockchain, wobei letztere vor allem dazu beitragen sollen, neue Technologien schneller an den Markt zu bringen.

Um die entsprechenden Vorhaben bestmöglich umzusetzen, hat Faurecia eine „Digital Services Factory“ geschaffen: In der Einheit arbeiten Entwickler des Zulieferers gemeinsam mit Experten der Accenture-eigenen „Innovation Architecture“ an neuen Konzepten und Prototypen. Das Set-up befähigt Faurecia, neue Ideen äußerst schnell zu testen und „serienreif“ zu machen, um sie anschließend bei Autoherstellern und anderen Abnehmern zu vermarkten.

Im Januar 2019 präsentierte Faurecia auf der CES in Las Vegas die Cockpit Intelligence Platform – ein gemeinsam mit Accenture entwickeltes Elektroniksystem, das alle Cockpitfunktionen intuitiv verwaltet, auf künstliche Intelligenz zurückgreift und somit das individuelle Fahrerlebnis individuell und vorausschauend gestaltet.

Über Faurecia

Das im Jahr 1997 gegründete Unternehmen zählt heute zu den größten und international führenden Technologieunternehmen der Branche. Als Weltmarktführer in seinen drei Geschäftsbereichen Seating, Interiors und Clean Mobility unterhält Faurecia ein weltweites Forschungs- und Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk mit insgesamt 290 Standorten, darunter 30 F&E Zentren, in 35 Ländern. Faurecia gilt als bevorzugter Partner der weltweit führenden Automobilhersteller, die besonders die operativen Spitzenleistungen und Technologiekompetenzen der Unternehmensgruppe schätzen.

In Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 7.000 Mitarbeiter an über 25 Standorten. Hinzu kommen sieben standortübergreifende Forschungs-, Design- und Entwicklungszentren. Rund ein Drittel des Gesamtumsatzes der Gruppe weltweit erwirtschaftet Faurecia mit deutschen Kunden; knapp ein Fünftel dieses Gesamtumsatzes entsteht dabei in Deutschland.

Eine erste gemeinsame Lösung: Faurecias Cockpit der Zukunft

Visionäres Resultat der gemeinsamen „Fabrikarbeit“: Die Experten beider Unternehmen prägen gemeinsam ein einzigartiges Konzept– Faurecias Cockpit der Zukunft. Der komplett neu entwickelte Fahrzeuginnenraum kommt mit mehreren Touchscreens und zahlreichen In-Vehicle Apps daher, bietet darüber hinaus aber vor allem eine vollintegrierte KI nebst Sprachsteuerung.

Letztere ermöglicht Insassen, verschiedene Cockpit-Funktionen wie Sitzeinstellung, Klimatisierung oder auch Unterhaltungssysteme per Sprachbefehl einzustellen – und verfügt über eine spezielle Besonderheit: Die verbaute KI kann zwischen Befehlen verschiedener Nutzer unterscheiden und so jedem Mitfahrenden Zugriff auf dessen persönliche Dienste und Daten gewähren.

Im Cockpit der Zukunft zeigt sich das Resultat der Zusammenarbeit mehrerer Firmen: Accenture half Faurecia und der Faurecia-Tochter Parrot Automotive bei Design und Bau. Zudem sorgten die Berater für die Anbindung an die KI (der derzeitige Demonstrator verwendet Amazons Alexa, könnte aber auch andere KIs integrieren) sowie an weitere Cloud Services. Zudem unterstützten die Berater die Entwicklung der eigentlichen „User Experience“ – etwa beim Programmieren neuer Alexa-Befehle und -Dienste.

Speziell für die Amazon-KI haben die Partner inzwischen weitere Dienste entwickelt. So bietet das „Cockpit of the Future“ etwa Massagen im Autositz, die per Sprachbefehl gestartet werden können, sowie Möglichkeiten zum Hochladen von Video- und Music-Playlists. Vor allem aber können Anwender die Fahrzeug-KI auch nutzen, um Alexa-Dienste für Büro oder Zuhause anzusteuern – und so beispielsweise Einkaufs- oder To-Do-Listen von unterwegs updaten oder auch die Hauselektrik vom Auto aus einstellen. Und auch der „freihändige“ Zugriff auf den eigenen Kalender ist möglich – beispielsweise, um einen Service-Termin beim Autohändler zu vereinbaren.

“Smart Products” als Schlüssel zur Digitalen Transformation

Die Neuentwicklungen zeigen, in welche Richtung Faurecia das eigene Geschäft verändert: Mit smarten Produkten und digitale Diensten für ein bequemeres, stärker personalisiertes „Auto-Erlebnis“ positioniert sich das Unternehmen nicht nur als zukunftsfähiger Zulieferer, der Autoherstellern verschiedene Zusatznutzen bietet, sondern überdies auch als „Digital Service Provider“. Dadurch erweitert das Unternehmen sein Wertversprechen erheblich – und erhält im Gegenzug Zugang zu neuen Partnerschaften, neuen Leistungen und Lösungen sowie, in der Folge, zusätzlichen Umsätzen. 

In den Worten von Gregoire Ferre, dem CDO von Faurecia: „Letztlich verändern wir uns von einem Hardware-Unternehmen, das Dinge herstellt, zu einer Tech-Company, die Mehrwert-Lösungen für bestimmte Use-Cases bietet.“ Und Faurecias Kunden? Seien begeistert, meint Ferre: „Wir entwickeln die nächste Generation des Auto-Erlebnisses, die nächste Generation von Mobilität.“ Klares Ziel sei, zum Marktführer in diesem Geschäft zu werden.

Mehr zum Thema:

Mehr zur Partnerschaft von Faurecia und Accenture finden Sie in dieser Pressemitteilung, weitere Einzelheiten zum Cockpit der Zukunft und der neuen Cockpit Intelligence Platform hier.

Eine Zusammenfassung von Accentures Arbeit mit Faurecia nebst Videos zu den gemeinsamen Resultaten finden Sie auf dieser Website.

Und schließlich: Für mehr über Faurecia und die übrigen Innovationen des Unternehmens bitte hier entlang: http://www.faurecia-deutschland.de/.

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