Geschäftsmann

Der Arbeitstag einer Führungskräfte kann schon mal bis in die Abendstunden gehen. - Bild: Pixabay

Trotz annähernder Vollbeschäftigung in vielen Regionen läuft auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht alles rund. Belege dafür hat am Montag das Statistische Bundesamt in einer umfassenden Datensammlung zur "Qualität der Arbeit" zusammengefasst.

Sie zeigt unter anderem, dass immer mehr Beschäftigte auch am Wochenende arbeiten und vor allem Führungskräfte überlange Arbeitszeiten haben. Zudem zeigt die Statistik einen großen Niedriglohnsektor.

Nach einer von der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie leben 12,3 Prozent der Erwerbstätigen dauerhaft in prekären Umständen. Rund vier Millionen Menschen fänden sich über mehrere Jahre in perspektivlosen Jobs mit geringem Einkommen und mangelnder sozialer Absicherung. Größte Teilgruppe seien Frauen im Haupterwerbsalter, die meistens Kinder hätten.

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Viel bleibt für Arbeitnehmer, die im Niedriglohnsektor tätig sind, am Ende des Monats nicht im Geldbeutel hängen. - Bild: Pixabay

Mindestlohn wichtig, löst aber nicht alle Probleme

Das Forscherteam um Jutta Allmendinger vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und Markus Promberger von der Universität Erlangen-Nürnberg macht die unsichere Situation der Menschen nicht nur am Arbeitsverhältnis fest, sondern fragte auch nach Armut, Überschuldung oder Wohnverhältnissen. Die Daten-Grundlage stammt aus den Jahren 1993 bis 2012.

Der Mindestlohn sei für die Betroffenen eminent wichtig, könne aber die Probleme nicht allein lösen, erklären die Forscher. Sie sprachen sich für weitere Umverteilung und strengere Arbeitsmarktregeln etwa zu Befristungen, Leiharbeit und Werkverträgen aus.

Das Statistische Bundesamt beziffert die Niedriglohnquote für das Jahr 2014 auf 21,4 Prozent der Beschäftigten. Sie verdienten weniger als 10 Euro in der Stunde und damit auch weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns.

Frauen mussten sich deutlich häufiger (Quote: 27,2 Prozent) mit niedrigen Löhnen zufrieden geben als Männer (15,8 Prozent). Die weiblichen Beschäftigten arbeiten zudem wesentlich häufiger in gering bezahlten (Dienstleistungs-)Berufen und sind in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt.

Unter den Führungskräften ist der weibliche Anteil mit 29,2 Prozent im Jahr 2017 sehr viel geringer und liegt deutlich unter dem Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen (46,5 Prozent). 20 Jahre zuvor war Frauenanteil am Führungspersonal mit 26,6 Prozent noch geringer.

  • Platz 10: Platz 10 im Ranking belegt MAN mit Sitz in München. 1,6 Prozent der Ingenieurs-Absolventen wollen dort am liebsten arbeiten. Austoben können sie sich bei MAN mit ganz großen Fahrzeugen – sprich Lastwagen und Nutzfahrzeugen. Aber auch die Entwicklung von Großdieselmotoren und Turbomaschinen steht bei Ingenieuren im MAN-Konzern auf der Tagesordnung. 2011 wurde der MAN-Konzern vom Volkswagen-Konzern übernommen. Das Wolfsburger Unternehmen hält über 75 Prozent der Anteile. – Bild: MAN

    Platz 10: Platz 10 im Ranking belegt MAN mit Sitz in München. 1,6 Prozent der Ingenieurs-Absolventen wollen dort am liebsten arbeiten. Austoben können sie sich bei MAN mit ganz großen Fahrzeugen – sprich Lastwagen und Nutzfahrzeugen. Aber auch die Entwicklung von Großdieselmotoren und Turbomaschinen steht bei Ingenieuren im MAN-Konzern auf der Tagesordnung. 2011 wurde der MAN-Konzern vom Volkswagen-Konzern übernommen. Das Wolfsburger Unternehmen hält über 75 Prozent der Anteile. – Bild: MAN

  • Platz 9: Auf den 9. Platz hat es Automobilzulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach geschafft. Für 1,8 Prozent der deutschen Ingenieurs-Absolventen ist das Unternehmen der favorisierte Arbeitgeber. Von der Kupplung bis zum Nockenwellenversteller wird bei Schaeffler Vieles rund ums Auto entwickelt. Als Sponsor engagiert sich Schaeffler unter anderem bei der DTM. Das Unternehmen ist nach wie vor in Familienbesitz – trotz einer Mitarbeiterzahl von über 90.000. – Bild: Schaeffler

    Platz 9: Auf den 9. Platz hat es Automobilzulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach geschafft. Für 1,8 Prozent der deutschen Ingenieurs-Absolventen ist das Unternehmen der favorisierte Arbeitgeber. Von der Kupplung bis zum Nockenwellenversteller wird bei Schaeffler Vieles rund ums Auto entwickelt. Als Sponsor engagiert sich Schaeffler unter anderem bei der DTM. Das Unternehmen ist nach wie vor in Familienbesitz – trotz einer Mitarbeiterzahl von über 90.000. – Bild: Schaeffler

  • Platz 8: ZF aus Friedrichshafen liegt im Ranking auf Platz 8. Ganze 2,4 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen wollen ihre Karriere am liebsten dort beginnen. Ingenieure beschäftigen sich im ZF-Konzern vorrangig mit Antriebs- und Fahrwerktechnik. Weltweit beschäftigt ZF rund 145.000 Mitarbeiter. – Bild: ZF

    Platz 8: ZF aus Friedrichshafen liegt im Ranking auf Platz 8. Ganze 2,4 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen wollen ihre Karriere am liebsten dort beginnen. Ingenieure beschäftigen sich im ZF-Konzern vorrangig mit Antriebs- und Fahrwerktechnik. Weltweit beschäftigt ZF rund 145.000 Mitarbeiter. – Bild: ZF

  • Platz 7: Der 6. Platz im Ranking gehört Automobilzulieferer Continental mit Sitz in Hannover. 4,1 Prozent der Ingenieurs-Absolventen möchten ihre Karriere gerne dort starten. Bekannt ist das Unternehmen für seine Reifen. Continental-Ingenieure entwickeln aber auch viele andere Produkte. Dazu zählen zum Beispiel Fahrgestelle, Antriebskomponenten, Bauteile für den Automobil-Innenraum sowie Technische Elastomere. 46 Prozent und damit nahezu die Hälfte des Konzerns gehören der Schaeffler Holding. – Bild: Continental

    Platz 7: Der 7. Platz im Ranking gehört Automobilzulieferer Continental mit Sitz in Hannover. 4,1 Prozent der Ingenieurs-Absolventen möchten ihre Karriere gerne dort starten. Bekannt ist das Unternehmen für seine Reifen. Continental-Ingenieure entwickeln aber auch viele andere Produkte. Dazu zählen zum Beispiel Fahrgestelle, Antriebskomponenten, Bauteile für den Automobil-Innenraum sowie Technische Elastomere. 46 Prozent und damit nahezu die Hälfte des Konzerns gehören der Schaeffler Holding. – Bild: Continental

  • Platz 6: Volkswagen belegt im Ranking den 6. Platz. 6,2 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen präferieren das Wolfsburger Unternehmen als Arbeitgeber. Damit liegt der Konzern weit hinter den  anderen deutschen Autobauern. Das liegt aber auch daran, dass die Marken Audi und Porsche, die ja ebenfalls zum VW-Konzern gehören, noch beliebter bei jungen Absolventen sind. Engagiert ist der Konzern auf jeden Fall im studentischen Umfeld. So zum Beispiel bei der sogenannten Formula Student (siehe Bild).  – Bild: Volkswagen

    Platz 6: Volkswagen belegt im Ranking den 6. Platz. 6,2 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen präferieren das Wolfsburger Unternehmen als Arbeitgeber. Damit liegt der Konzern weit hinter den anderen deutschen Autobauern. Das liegt aber auch daran, dass die Marken Audi und Porsche, die ja ebenfalls zum VW-Konzern gehören, noch beliebter bei jungen Absolventen sind. Engagiert ist der Konzern auf jeden Fall im studentischen Umfeld. So zum Beispiel bei der sogenannten Formula Student (siehe Bild). – Bild: Volkswagen

  • Platz 5: Auf den 5. Platz hat es Bosch geschafft. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart ist damit bei Ingenieurs-Absolventen der beliebteste Arbeitgeber unter den Automobilzulieferern. 12,7 Prozent der Jung-Ingenieure wollen dort arbeiten. Entwickelt werden können dort zum Beispiel Einspritzsysteme für Verbrennungsmotoren wie auf dem Bild zu sehen.  – Bild: Bosch

    Platz 5: Auf den 5. Platz hat es Bosch geschafft. Das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart ist damit bei Ingenieurs-Absolventen der beliebteste Arbeitgeber unter den Automobilzulieferern. 12,7 Prozent der Jung-Ingenieure wollen dort arbeiten. Entwickelt werden können dort zum Beispiel Einspritzsysteme für Verbrennungsmotoren wie auf dem Bild zu sehen. – Bild: Bosch

  • Platz 4: Der 4. Platz im Ranking gehört Porsche. Das Entwickeln von Sportwagen steht damit hoch im Kurs bei jungen Ingenieuren. 15 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen möchten ihre Karriere gerne bei dem Stuttgarter Unternehmen beginnen. Fast 30.000 Mitarbeiter beschäftigt die Firma. Seit 2009 gehört das Unternehmen zum Volkswagen-Konzern. – Bild: Porsche

    Platz 4: Der 4. Platz im Ranking gehört Porsche. Das Entwickeln von Sportwagen steht damit hoch im Kurs bei jungen Ingenieuren. 15 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen möchten ihre Karriere gerne bei dem Stuttgarter Unternehmen beginnen. Fast 30.000 Mitarbeiter beschäftigt die Firma. Seit 2009 gehört das Unternehmen zum Volkswagen-Konzern. – Bild: Porsche

  • Platz 3: Die Bronze-Medaille erhält Audi. 15,6 Prozent der Ingenieurs-Absolventen wünschen sich einen Berufseinstieg bei dem Ingolstädter Autobauer. Damit liegt das Unternehmen knapp vor Porsche. Sportlich sind die Autos, die man bei Audi entwickeln kann, zumeist ebenso. Schon seit den 60er Jahren gehört das bis dahin bayerische Unternehmen zum Volkswagen-Konzern. – Bild: Audi

    Platz 3: Die Bronze-Medaille erhält Audi. 15,6 Prozent der Ingenieurs-Absolventen wünschen sich einen Berufseinstieg bei dem Ingolstädter Autobauer. Damit liegt das Unternehmen knapp vor Porsche. Sportlich sind die Autos, die man bei Audi entwickeln kann, zumeist ebenso. Schon seit den 60er Jahren gehört das bis dahin bayerische Unternehmen zum Volkswagen-Konzern. – Bild: Audi

  • Platz 2: Auf den 2. Platz hat es Daimler geschafft. Die Stuttgarter Autobauer sind der Wunsch-Arbeitgeber für 15,7 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen. Audi haben sie damit wirklich nur haarscharf geschlagen. Hochwertige Luxus-Limousinen können dort genauso entwickelt werden wie Mittelklasse-Wagen. Rund 290.000 Mitarbeiter beschäftigt der Daimler-Konzern weltweit. – Bild: Daimler

    Platz 2: Auf den 2. Platz hat es Daimler geschafft. Die Stuttgarter Autobauer sind der Wunsch-Arbeitgeber für 15,7 Prozent aller Ingenieurs-Absolventen. Audi haben sie damit wirklich nur haarscharf geschlagen. Hochwertige Luxus-Limousinen können dort genauso entwickelt werden wie Mittelklasse-Wagen. Rund 290.000 Mitarbeiter beschäftigt der Daimler-Konzern weltweit. – Bild: Daimler

  • Platz 1: Sieger im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber unter Ingenieurs-Absolventen ist BMW aus München. 16,8 Prozent aller Jung-Ingenieure möchten bei dem bayerischen Autobauer durchstarten. Genauso wie bei Audi und Daimler entwickeln Ingenieure hier sehr hochpreisige Fahrzeuge. Zum Konzern gehören auch die Marken Mini und Rolls-Royce. – Bild: BMW

    Platz 1: Sieger im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber unter Ingenieurs-Absolventen ist BMW aus München. 16,8 Prozent aller Jung-Ingenieure möchten bei dem bayerischen Autobauer durchstarten. Genauso wie bei Audi und Daimler entwickeln Ingenieure hier sehr hochpreisige Fahrzeuge. Zum Konzern gehören auch die Marken Mini und Rolls-Royce. – Bild: BMW

Führungskräfte machen viele Überstunden

Was Führungskräfte beider Geschlechter gemeinsam haben: Sie arbeiten häufig vergleichsweise lang. Etwa jeder zehnte (10,7 Prozent) Vollzeit-Erwerbstätige in Deutschland arbeitet regelmäßig mehr als 48 Stunden in der Woche.

Bei Männern ist das den Berechnungen zufolge mit 13 Prozent etwa doppelt so häufig der Fall wie bei Frauen (6,3 Prozent). Generell gelte: je älter, desto länger die Arbeitszeiten. Das hänge auch damit zusammen, dass Führungskräfte eher in höheren Altersgruppen zu finden seien, schreibt das Bundesamt.

Positive Aspekte des deutschen Arbeitsmarktes sind unter anderem bei den Sozialversicherungen zu finden. So waren 2017 nahezu alle Beschäftigten krankenversichert, knapp 89 Prozent hätten bei Arbeitslosigkeit Anspruch auf Arbeitslosengeld I und 83,3 Prozent der Erwerbspersonen waren in der gesetzlichen Krankenversicherung. Im Schnitt nahm 2017 jeder Arbeitnehmer die Rekordzahl von 31,4 Urlaubstagen. Die Fehlzeiten wegen Krankheit nahmen wieder ab auf 10,6 Arbeitstage pro Beschäftigtem.

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