Stepstone hat im Rahmen einer großen Studie rund 20.000 Fach- und Führungskräfte sowie 3.500 Rekrutierungsverantwortliche zum Thema Jobsuche und Personalgewinnung befragt.

Stepstone hat im Rahmen einer großen Studie rund 20.000 Fach- und Führungskräfte sowie 3.500 Rekrutierungsverantwortliche zum Thema Jobsuche und Personalgewinnung befragt. - Bild: Pixabay

Die Mehrheit (75 Prozent) der Fachkräfte in Deutschland erwartet nach spätestens 14 Tagen eine verbindliche Rückmeldung zu ihrer Bewerbung - über eine Eingangsbestätigung hinaus. Der gesamte Bewerbungsprozess - von der Jobsuche bis zur Vertragsunterschrift - sollte für drei von vier Bewerbern (76 Prozent) nach zwei Monaten abgeschlossen sein.

Wunsch und Wirklichkeit unterscheiden sich laut Studie allerdings deutlich: Tatsächlich dauert die Jobsuche in Deutschland von der ersten Recherche bis zur Vertragsunterschrift im Schnitt sechs Monate.

Bewerber erwarten unkomplizierte Prozesse

Für vier von zehn Fachkräften sind fehlende Informationen in Stellenanzeigen ein Grund, sich gar nicht erst zu bewerben. Fast genauso viele Jobsuchende (39 Prozent) sehen von einer Bewerbung ab, wenn ihnen das Bewerbungsprozedere zu kompliziert erscheint. Und immerhin jeder vierte potenzielle Bewerber (24 Prozent) ist abgeschreckt, wenn der Arbeitgeber von ihm verlangt, das unternehmenseigene Online-Formular für die Bewerbung zu nutzen. In den meisten Fällen vermutlich, weil die Formulare zu lang und umständlich auszufüllen sind.

"Qualifizierte Talente haben heute die Auswahl und gehen im Zweifel den einfacheren Weg", sagt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer bei StepStone. "Zudem wollen sie ihr digitales Lebensgefühl auch bei der Jobsuche behalten. Wer heute online einkauft, kann sich vor der Kaufentscheidung mit wenigen Klicks umfassend über ein Produkt informieren. Genau das erwarten Talente auch bei der Jobsuche. Und genau wie die Online-Bestellung am Folgetag geliefert wird, soll auch ein Bewerbungsverfahren schnelle Ergebnisse vorweisen."

  • Gehalt,Lohn,Führungskraft,Karriere

    1. Position: Die Position selbst hat einen großen Einfluss auf die Gehaltshöhe. Je höher die Anforderungen an die Stelle, desto höher auch das Gehalt. „Wer sich für eine Karriere als Führungskraft interessiert, kann mit einem hohen Lohnplus rechnen“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Pixabay

  • Hochschulabsolventen, Ausbildung,Einkommen

    2. Ausbildung: Der Ausbildungshintergrund hat einen entscheidenden Einfluss auf die Gehaltshöhe. Wer Zeit in seine Ausbildung investiert, bezieht später ein höheres Einkommen. Über ein Fern- oder Abendstudium können sich Beschäftigte aber auch während der Berufstätigkeit weiterqualifizieren. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Pixabay

  • Firmengröße,Konzern,Mitarbeiter

    3. Firmengröße: Die Mitarbeiteranzahl entscheidet über die Gehaltshöhe. Ein Buchhalter in einem kleinen Start-Up erhält ein geringeres Gehalt als ein Buchhalter in einem großen Betrieb oder Konzern. Beschäftigte können ihr Einkommen steigern, indem sie sich beim Jobwechsel an größere Unternehmen halten. Beachten sollten sie aber: In kleinen Unternehmen herrscht oft eine andere Kultur als in Konzernen. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Fotolia-vege

  • Branche,Gehälter,Maschinenbau,Automobilindustrie

    4. Branche: Beschäftigte in kapitalstarken Branchen wie dem Maschinenbau oder der Automobilindustrie beziehen höhere Gehälter als die Kollegen im Call Center oder im Gesundheitswesen. „Ein Branchenwechsel ist durchaus lohnenswert, jedoch sollten Bewerber ein Interesse für die Thematik der Branche mitbringen“, so Bierbach weiter. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Pixabay

  • Region,Süddeutschland,Industrie,Einkommen

    5. Region: Im Süden Deutschlands verdienen Beschäftigte vergleichsweise mehr Geld als im Nordosten. Grund ist die Ansässigkeit wirtschaftsstarker Industrien. Wer für ein höheres Einkommen in den Süden ziehen will, sollte auch die höheren Lebenshaltungskosten bedenken. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Pixabay

  • Fachkräfte,Gehalt,Arbeitsmarkt

    6. Angebot und Nachfrage: Der Fachkräftemangel hat Einfluss auf die Vergütungsstruktur: Unternehmen suchen händeringend nach qualifiziertem IT-Personal, was sie dann sehr gut bezahlen. Gibt es eine Vielzahl an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt, können Betriebe hier die Gehälter niedrig halten. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Pixabay

  • Berufserfahrung,Erfolg,Gehalt

    7. Berufserfahrung: Wer eine längere Berufserfahrung mitbringt, erhält auch ein höheres Gehalt. Beschäftigte können sich in der Regel bis zum 40. Lebensjahr über steigende Löhne freuen, danach erhalten vorrangig Führungskräfte Gehaltserhöhungen. Vor allem für junge Beschäftigte ist es immer lohnenswert, konkrete Erfolge zu benennen. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Fotolia - morganimation

  • Wirtschaftslage,rote Zahlen,Umsatzeinbußen

    8. Wirtschaftslage des Unternehmens: Die individuelle Wirtschaftslage ist ein entscheidender Gehaltsfaktor. Rote Zahlen und Umsatzeinbußen sind nicht vielversprechend für Gehaltserhöhungen. Wer über einen Unternehmenswechsel nachdenkt, sollte sich also Informationen über Pressemeldungen oder am besten persönliche Kontakte einholen. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Fotolia - MR.LIGHTMAN

  • Qualifikationen,Soft Skills,Rhetorik,Verhandlungsgeschick

    9. Weitere Qualifikationen und Soft Skills: Eine gute Rhetorik, Präsentationsstärke oder Verhandlungsgeschick sind Soft Skills, mit denen Bewerber bereits im Vorstellungsgespräch punkten. Diese Kompetenzen können Beschäftigte in Kursen trainieren. Sprachkenntnisse sind in internationalen Unternehmen von großem Vorteil. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Fotolia - kasto

  • Entwicklung Mitarbeiter

    10. Weiterentwicklungspotenzial: Bewerber, die im Vorstellungsgespräch bereits ihr individuelles Entwicklungspotenzial zeigen, haben gute Chancen auf ein höheres Einkommen. „Je mehr Potenzial der Bewerber mitbringt, desto attraktiver ist er für die Zukunft des Unternehmens“, so Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de abschließend. - Quelle: Vergleichsportal gehalt.de / Bild: Pixabay

Das Anschreiben wird unwichtiger werden

Neben komplizierten Prozessen bereitet auch das Anschreiben vielen Bewerbern Kopfzerbrechen. Die Formulierung eines individuellen Schreibens ist für fast jeden zweiten Jobsuchenden (48 Prozent) eine große Hürde im Bewerbungsprozess. Digitalen Bewerbungsoptionen wie einer 1-Click-Bewerbung oder einer direkten Kommunikation mit dem Arbeitgeber per Kurznachricht hingegen steht die große Mehrheit der befragten Fachkräfte aufgeschlossen gegenüber.

Die meisten Unternehmen verlangen aber immer noch dieselben Unterlagen wie im analogen Zeitalter: Für 67 Prozent ist eine ausführliche und vollständige Bewerbung inklusive Anschreiben ein Muss. Ein Drittel der befragten Personaler würde jedoch auf eine individuelle Bewerbung mit Anschreiben verzichten, wenn sie dafür mehr Bewerbungen erhalten würden.

Über die Studien

Für die Studien "Erfolgsfaktoren im Recruiting" und "Kandidaten im Fokus" hat StepStone im zweiten Quartal 2017 eine Online-Befragung unter rund 20.000 Fach- und Führungskräften und 3.500 Recruitern oder für Personalbeschaffung zuständigen Führungskräften durchgeführt. Die Studie thematisiert den Recruitingprozess in deutschen Unternehmen und untersucht die Schlüsselgrößen für eine nachhaltige Personalbeschaffung.

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