Geld

Im Durchschnitt haben die deutschen Tarifbeschäftigten mehr Geld zur Verfügung. - Bild: Pixabay

Einschließlich Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld standen durchschnittlich 3,7 Prozent mehr auf dem Gehaltszettel als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (29.11.) mitteilte. Ohne Sonderzahlungen betrug das Plus 2,7 Prozent. Die Verbraucherpreise legten im gleichen Zeitraum um 2,1 Prozent zu.

Unter dem Strich behalten viele Beschäftigte somit mehr Geld im Portemonnaie. Das stärkt ihre Kaufkraft und kann den Konsum ankurbeln. 2017 hatten die Gehälter der Tarifbeschäftigten in Deutschland im Schnitt im sechsten Jahr in Folge stärker zugelegt als die allgemeine Teuerung.

Sondereffekt ist für relativ hohe Zuwächse verantwortlich

Allerdings gibt es bei den Steigerungsraten erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Wirtschaftszweigen. Überdurchschnittlich erhöhten sich die monatlichen Tarifverdienste im dritten Quartal etwa in der Wasserversorgung (plus 7,6 Prozent), im Bereich Kunst und Unterhaltung (plus 5,5 Prozent), in der Energieversorgung (plus 5,0 Prozent) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 4,8 Prozent).

Grund für diese vergleichsweise hohen Zuwächse sei vor allem ein Sondereffekt, erklärten die Wiesbadener Statistiker: Die im April vereinbarte Tariferhöhung für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Gemeinden sei erst zum Zeitpunkt der Auszahlung berücksichtigt worden.

Unterdurchschnittlich stiegen dagegen die Tarifverdienste unter anderem im Bereich Information und Kommunikation (plus 2,9 Prozent), im Handel (plus 2,3 Prozent) sowie im Bergbau (plus 2,0 Prozent).