Zwei Kollegen unterhalten sich über ihr Wochenende. Ein anderer, genervt von den Gesprächen seiner Arbeitskollegen, tippt auf seinem Smartphone herum - Ablenkung am Arbeitsplatz gibt es zu genüge. Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage von Statista in Zusammenarbeit mit YouGov, in der Teilnehmer befragt wurden, ob sie am Arbeitsplatz oft abgelenkt seien.

Von 1.079 Befragten gaben 86 Prozent an, zumindest selten abgelenkt zu sein. 40 Prozent der Teilnehmer sind manchmal und elf Prozent häufig nicht mit ihrer eigentlichen Arbeit befasst. Nur 12 Prozent gaben an, nie von ihrer Arbeit abgelenkt zu sein. 

Gespräche mit Kollegen häufigster Grund für Ablenkung

In der Statistik wurden auch Frauen und Männer unabhängig voneinander gefragt, wovon sie während ihrer Arbeitszeit abgelenkt werden. Häufigste Ursache sind, laut den Befragten, private Gespräche mit ihren Arbeitskollegen, gefolgt von der Geräuschkulisse ihrer Kollegen, wobei Männer häufiger durch ihr Smartphone abgelenkt werden als von störenden Geräuschen. Auch ein häufiger Grund für Ablenkung am Arbeitsplatz sind private Messenger-Nachrichten oder E-Mails.

Aufgrund solcher Ablenkungen verlieren, laut Statistik, mehr als die Hälfte knapp 30 Minuten Arbeitszeit pro Tag. 21 Prozent verlieren 30 bis 60 Minuten und der restliche Teil sogar über ein bis eineinhalb Stunden pro Tag durch Ablenkungen wie Gespräche oder Smartphones.

Ist Ablenkung ein Produktivitätskiller?

Wenn man gerade mal nicht mit seiner eigentlichen Arbeit befasst ist, muss das nicht unbedingt negative Auswirkungen auf die Produktivität haben. Im Gegenteil, wie eine Studie von Gloria Mark herausfand, können Ablenkungen sogar die Produktivität erhöhen. Bei Meetings, die ebenfalls eine Unterbrechung der Arbeitszeit darstellen, ließ sich beobachten, dass die Beteiligten viel schneller arbeiteten. Grund dafür ist, dass solche Termine für Büroarbeiter eine willkommene Abwechslung darstellen.

Aber auch private Gespräche können die Produktivität erhöhen. Den Arbeitskollegen wird klar, dass die vorhandene Arbeitszeit durch ihre Gespräche gekürzt wird und die vorhandene Arbeit in der neu berechneten Zeit geschafft werden muss.

Das ist ein psychologisches Phänomen: Eine Aufgabe dauert so lange wie wir Zeit zur Verfügung haben. Wird diese Zeit durch Gespräche oder ein Meeting kürzer, muss die Arbeit in einer kürzeren Zeit erledigt werden. Also müssen wir auf Gespräche mit unseren Arbeitskollegen, oder das Schreiben kurzer Nachrichten mit dem Smartphone nicht unbedingt verzichten, um unsere Arbeit erledigen zu können.

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