Das neue Gebäude bietet einzigartige Möglichkeiten für eine virtuelle Erprobung von weitreichenden Fahrerassistenzfunktionen und zukunftsweisenden Anzeige- und Bediensystemen.

Das neue Gebäude bietet Möglichkeiten für eine virtuelle Erprobung von weitreichenden Fahrerassistenzfunktionen und zukunftsweisenden Anzeige- und Bediensystemen. - Bild: BMW

Auf dem Gelände des Forschungs- und Innovationszentrums FIZ im Norden Münchens hat die BMW Group Mitte August mit dem Bau einer Anlage zur Simulation realer Fahrsituationen begonnen. Das neue Gebäude bietet Möglichkeiten für eine virtuelle Erprobung von Fahrerassistenzfunktionen und zukunftsweisenden Anzeige- und Bediensystemen.

Der Autobauer will damit insbesondere seine Entwicklungskompetenz auf dem Gebiet des autonomen Fahrens stärken. Einzigartig ist laut Unternehmensangaben in der Einrichtung ist der High Fidelity Simulator, in dem Längs-, Quer- und Drehbewegungen eines Fahrzeugs gleichzeitig und damit sehr realitätsnah dargestellt werden können.

Damit holen die BMW Ingenieure "die Straße ins Labor", um Studien wie im realen Straßenverkehr durchführen zu können. Erstmals können auch die im Rahmen des automatisierten Fahrens besonders anspruchsvollen Situationen des innerstädtischen Verkehrs realitätsgetreu abgebildet werden, um diese Funktionen für die Kunden stetig zu verbessern.

Baustein des Masterplans FIZ Future

Automatisiertes Fahren gehört zu den Zukunftsfeldern, denen die BMW Group in ihrer Unternehmensstrategie Number One > Next eine zentrale Bedeutung zugewiesen hat. Diese spielen auch bei der Erweiterung der Entwicklungskapazitäten im FIZ eine wichtige Rolle.

Der Bau des neuen Fahrsimulationszentrums erfolgt im Rahmen des Masterplans FIZ Future, mit dem das zentrale Entwicklungszentrum des Unternehmens bis zum Jahr 2050 in mehreren Stufen um rund 50 Prozent wachsen soll. Der Grundstein für den Bauabschnitt I wurde im Herbst 2017 gelegt.

In einem weiteren Schritt folgte nun das Startsignal für den Bau des neuen Fahrsimulationszentrums. Es wird auf einem zentralen Areal zwischen dem Projekthaus und dem Aerodynamischen Versuchszentrum errichtet. Dort werden auf einer Bruttogeschossfläche von 11.400 Quadratmetern insgesamt 14 Simulatoren und Usability Labs sowie Arbeitsplätze für 157 Beschäftigte entstehen.

Die Inbetriebnahme durch die BMW Group Forschung ist für das Jahr 2020 geplant. Die für das neue Fahrsimulationszentrum veranschlagte Investitionssumme beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro.

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