Porsche kooperiert mit MAN

Von links nach rechts: Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik bei Porsche, Eckhard Busch, Geschäftsführer Operations LGI und Dr. Manuel Marx, MAN Senior Vice President Engineering Vehicle. - Bild: Porsche

Der Porsche-Stammsitz steht derzeit ganz im Zeichen der Vorbereitungen für die Produktion des ersten vollelektrischen Porsche, wie es in einer Pressemitteilung heißt. MAN setzt mit dem eTruck für Porsche einen weiteren Meilenstein auf seiner eMobility-Roadmap, die ab 2019 eine erste Kleinserie des MAN eTGM vorsieht.

„Mit der Integration des eTruck in die Produktionslogistik macht Porsche einen weiteren Schritt auf dem Weg zur ‚Zero Impact Factory‘.“

Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik bei Porsche

Dahinter steht der umweltbewusste Ansatz, dass das Unternehmen – bei Betrachtung der kompletten Wertschöpfungskette – keinerlei ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Der Weg zur „Zero Impact Factory“ ist ein Pfad mit zahlreichen Stationen und Maßnahmen.

Dazu gehört beispielsweise, dass Porsche bereits seit zwei Jahren an allen Produktionsstandorten ausschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen nutzt. Auch die Bahnlogistik von den Produktionsstandorten erfolgt ausnahmslos mit Naturstrom. Darüber hinaus elektrifiziert Porsche seine Logistikfahrzeuge – Transporter, Lkw und Gabelstapler – zunehmend.

Porsche kooperiert mit MAN
So sieht der batterieelektrische MAN eTGM aus. - Bild: Porsche

Geräuscharmut, CO2-Neutralität, geringerer Verschleiß und weniger Wartungsaufwand

Bei dem batterieelektrischen Lkw handelt es sich um einen MAN eTGM 18.360 4x2 LL. Die Typenbezeichnung verrät seine Einteilung in die 18-Tonnen-Gewichtsklasse als Sattelzugmaschine, wobei die Gesamtzugkombination mit Sattelanhänger im Lieferverkehr auf 32 Tonnen Gesamtgewicht konzipiert ist. Die Ziffer 360 steht für die Pferdestärken des 265 kW starken eTruck.

Als Energiespeicher fungieren LiIon-Batterien mit einer Speicherkapazität von 149 kWh. Damit ist der Elektro-Lkw auf eine Reichweite von 130 Kilometer ausgelegt. „Mit dem MAN eTGM haben elektrische Nutzfahrzeuge einen großen Schritt in Richtung Serienreife gemacht und können ihre Stärken fortan verlässlich im Alltagsbetrieb ausspielen.

Die gemeinsam mit Porsche in der regulären Werkslogistik gewonnenen Erkenntnisse werden in eine erste Kleinserie einfließen, die MAN bereits 2019 anbieten möchte“, erklärt Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei MAN. Zu den Stärken der Elektro-Fahrzeuge gehören, neben Geräuscharmut und CO2-Neutralität, auch geringerer Verschleiß und Wartungsaufwand. Dank der Rekuperation, sprich Energierückgewinnung beim Bremsen mittels der E-Maschine, kann der Elektro-Lkw ohne Einsatz mechanischer Bremsen und dementsprechend frei von Bremsabrieb verzögern.

Über 30.000 Kilogramm weniger CO2 im Jahr

Eingesetzt wird das elektrisch betriebene Nutzfahrzeug im Lieferverkehr auf der knapp 19 Kilometer langen Strecke zwischen dem vom Logistik-Partner LGI betriebenen Standort Freiberg am Neckar und dem Porsche-Werk in Stuttgart-Zuffenhausen. Insgesamt vermeidet der Einsatz des eTruck über 30.000 Kilogramm CO2 im Jahr.

In Freiberg steht auch die Ladesäule für den Elektro-Lkw. Bei ihr handelt es sich um ein erstes Modell der neuen Schnellladeinfrastruktur, wie Porsche Engineering sie auch für das künftige, vom Gemeinschaftsunternehmen Ionity betriebene Schnelllade-Netz entwickelt hat.

Für diese Logistikanwendung ist die Ladeleistung auf maximal 150 kWh ausgelegt. Das ist ausreichend, um den Elektro-Lkw innerhalb eines 45-minütigen Beladungsvorgangs für weitere 100 Kilometer Wegstrecke elektrisch aufzuladen. Geladen wird – wie an allen Porsche-Ladestationen – ausschließlich mit Naturstrom, sprich umweltfreundlicher Energie, gewonnen aus regenerativen Quellen.

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