Erst aus der Luft lässt sich ihre gesamte Größe erfassen: Die Gigafactory 1 von Tesla.

Erst aus der Luft lässt sich ihre gesamte Größe erfassen: Die Gigafactory 1 von Tesla. - Bild: Tesla/Timothy Artman

Unter anderem das "Reno Gazette-Journal" durfte in die heiligen Hallen der riesigen Batteriefabrik. Die Journalisten hielten ihre Eindrücke auch in einem Video fest. Doch ist "Batteriefabrik" überhaupt ein treffender Ausdruck für dieses Werk? Denn wie die Reporter berichten, fertigt Tesla in der Gigafactory nicht nur Batterien. Auch die Antriebseinheiten des Model 3 laufen hier vom Band. Die Allradversion des Model 3 hat zwei Antriebseinheiten, die heckgetriebenen Modelle nur eins.

Die Produktion der Antriebseinheiten ist hochautomatisiert. 90 Prozent der Arbeit übernehmen Maschinen. 10.000 Antriebseinheiten kann Tesla in diesem Werk pro Woche fertigen.

Gearbeitet wird in der Gigafactory im Schichtbetrieb rund um die Uhr. Laut "Reno Gazette Journal" fertigt der Elektroauto-Hersteller genug Batterien und Antriebseinheiten, um wöchentlich 5.300 Tesla Model 3 damit auszurüsten. 7.000 Werker sind dafür insgesamt im Einsatz. 

Eine lebende Maschine

Die Werker teilen sich ihren Arbeitsplatz mit autonom fahrenden Transportrobotern und anderen Maschinen. Es sei viel los in den Korridoren der Werkhalle, wie es in dem Bericht heißt. Die Betriebsamkeit, der Lärm und die Vibrationen der vielen Maschinen seien eine stetige Erinnerung an das geflügelte Wort von Tesla-Boss Elon Musk "die Maschine, die die Maschine baut".

Im Shuttle zur Gigafactory

Die langen Korridore der Gigafactory sind genau Richtung Norden ausgerichtet. Das soll die Programmierung der autonom fahrenden Transportroboter vereinfachen, die sich unter anderem anhand von GPS-Signalen in dem riesigen Werk orientieren. 

Fitnessstudios, kleine Geschäft und Co. - wer schon einmal in den Werken der großen Automobilisten war, weiß, dass für die Werker einiges an Annehmlichkeiten bereit gehalten wird. Ganz zu schweigen davon, wie andere Tech-Firmen wie beispielsweise Google ihre Mitarbeiter verwöhnen. Nun, die Gigafactory habe nichts dergleichen. Bis auf einen großen Kantinenbereich sei das Werk selbst doch recht spartanisch eingerichtet.

Dennoch tut Tesla viel, um seine Werker bei Laune zu halten. Der Autobauer organisiert Wander- und Mountainbiketouren für seine Angestellten. Essen und Trinken ist für die Arbeiter im Werk kostenlos. Darüber hinaus organisiert der Autobauer Shuttles, um Arbeiter aus den Städten Reno, Sparks, Fernley und Carson City zur Gigafactory zu bringen. 1.700 Mitarbeiter nutzen dieses Angebot. 

Es ist nicht verwunderlich, dass Tesla sich einen guten Leumund bei den Werkern verschaffen will. Der Autobauer ist nach wie vor händeringend auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Der Bedarf der Gigafactory nach Fachkräften ist gigantisch.

 

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2015 war da, wo heute die Gigafactory steht, nur Sand und Staub inmitten der Berge Nevadas.
2015 war da, wo heute die Gigafactory steht, nur Sand und Staub inmitten der Berge Nevadas. - Bild: Tesla/Timothy Artman

Gigafactory als Jobmaschine

Der US-Bundesstaat Nevada tat viel, damit Tesla seine Gigafactory dort aus dem Boden stampft - zum Beispiel eine hohe Summe an Fördergeldern zu zahlen. Die Hoffnung: Die Batteriefabrik soll zum wirtschaftlichen Treiber der Region werden. Laut einem Bericht der örtlichen Behörden, scheint der Plan aufzugehen. 

"Bis und seit Juni 2018 haben Tesla sowie seine Zulieferer und Partner wie etwa Panasonic große Kapitalinvestitionen in Nevada getätigt, die die Wirtschaftslandschaft der Region dauerhaft verändert haben. Die weltweite Reputation und Spitzentechnologie Teslas hat weitere Investitionen in der Region ausgelöst", wie es der Behördenreport beschreibt.

Tesla habe zusammen mit Zulieferern und Partnerfirmen wie Panasonic über 6 Milliarden Dollar in das Projekt Gigafactory gesteckt. Ursprünglich sollten die Aufwendungen bis dato knapp 22 Prozent niedriger liegen. Doch der Autobauer habe schneller als ursprünglich geplant eine höhere Produktionskapazität aufgebaut.

Video: Tesla Factory Tour mit Elon Musk

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