Volvo, Uber

Noch bewegen sich die Uber-Autos auf den Straßen. In Zukunft sollen sie durch die Lüfte fliegen. - Bild: Uber

Der Unterschied könnte kaum größer sein. Drinnen brandet Applaus auf als Khosrowshahi die Bühne auf der Digitalkonferenz DLD betritt. Draußen vor dem Gebäude: Pfiffe. Münchens Taxifahrer protestieren gegen den Uber-Boss. Ein Sinnbild dafür, dass es bei dem Fahrdienstvermittler nicht wirklich rund läuft.

Der Fahrdienstvermittler setzte in Norwegen seinen Service UberPop mit Privatleuten als Chauffeure aus. Der Grund: Uber wolle abwarten, bis es neue rechtliche Grundlagen für die Branche gibt.

In Deutschland ist UberPop schon lange Geschichte. Gleichwohl vermittelte der Fahrdienstleister im Jahr 2017 vier Milliarden Fahrten. Uber ist in 78 Ländern aktiv, bietet seinen Dienst in knapp 600 Städten an. Doch das Wachstum ist teuer erkauft.

Uber hatte im dritten Quartal vergangenen Jahres 1,46 Milliarden Dollar verloren. In dem Viertel davor waren es 1,06 Milliarden Dollar. Bis 2019 will das Unternehmen an die Börse. Wann die Gewinnzone erreicht werde, lässt er offen.

Im fliegenden Auto über Dallas

Die Milliarden-Verluste halten Khosrowshahi aber nicht von hochfliegenden Plänen ab. In fliegenden Autos werden die Menschen in Dallas, Texas, unterwegs. „Ich denke, dies wird binnen der nächsten zehn Jahre passieren“, wird Khosrowshahi unter anderem vom Nachrichtendienst Bloomberg und der US-Zeitung Detroit News zitiert.

Während der Konferenz trug Khosrowshahi übrigens ein T-Shirt mit dem Aufdruck ‚We are all Dreamers‘. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass der Uber-Chef etwa ein Träumer sei.

Vielmehr steckt eine politische Botschaft dahinter. Es geht um US-Präsident Donald Trump, der den Schutz vor Abschiebung für Kinder illegaler Einwanderer, die sogenannten Dreamer, abschaffen will.

Übrigens, nicht nur der Uber-CEO sieht Autos in der nahen Zukunft über unsere Städte fliegen. Auch andere Unternehmen arbeiten an dieser Vision, wie zum Beispiel das Münchner Start-up Lilium. Elektro-Lufttaxis sollen die Personenbeförderung revolutionieren. Ein erster Prototyp wurde bereits erfolgreich getestet. Mehr dazu lesen Sie hier.

  • Lilium Jet Landeplatz

    Plan sei es, den Flugplatz dieser Flugzeuge künftig zentral in Großstädten zu stationieren und so eine völlig neue, zeitsparende Art der Personenbeförderung zu schaffen. - Bild: Lilium

  • Fliegender Lilium Jet

    Das Wunschdenken, dem überall lauernden, zähfließenden Verkehr auf unseren Straßen zukünftig ganz bequem entgehen zu können, könnte bald schon zur Realität werden. Wie unglaublich wäre es, einfach darüber hinweg zu fliegen? - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 1

    Bedeutende Mitglieder des Silicon Valley setzen auf die Unterstützung von Start-ups, die die Produktion von Kleinstflugzeugen planen, welche allerdings nur eine sehr begrenzte Kapazität an Passagieren haben werden. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 2

    Besonders gute Chancen haben solche Start-ups, die versuchen, die Antriebe dieser Transportmöglichkeit zusätzlich so leise und abgasarm wie nur möglich zu gestalten. Dies lässt sich am Besten mit Elektroantrieben lösen. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 3

    Ließen sich die Flugzeuge eines Unternehmens zusätzlich auch noch komplett ohne menschliche Bedienung steuern, so hätte diese Firma eine große Aussicht auf einen hohen Gewinn. Schließlich werden jeden Menge Personalkosten gespart. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 4

    Doch nicht nur in Amerika oder China tüfteln Start-ups an einem solchen Transportmittel. Auch in München verfolgt ein Start-up namens Lilium das Ziel, das erste Elektro-Lufttaxi der Welt auf den Markt zu bringen. Und kann bereits erste Erfolge verzeichnen. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 5

    Mit einem Kapital von 90 Millionen Dollar, das Lilium von Investoren erhielt, sei die Entwicklung eines Serien-Flugzeuges geplant, das Platz für 5 Personen biete und eine Geschwindigkeit von 300 Kilometer in der Stunde erreichen soll. Erste Testflüge sollen 2019 stattfinden. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 6

    Wie aus Medienberichten hervorgeht, seien sowohl der chinesische Internet-Gigant Tencent, der Fonds Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström sowie LGT, die größte Investmentfirma in Familienbesitz in ganz Europa, Sponsoren der Jungfirma Lilium. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 7

    Das 2015 von vier Abgängern der TU München etablierte Unternehmen habe außerdem Geld der Investment-Firma Obvious Ventures erhalten, die Ev Williams, einem Twitter-Mitgründer gehört. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 8

    Mithilfe des ersten zu Verfügung stehenden Budgets in Höhe von circa zehn Millionen Dollar konnte Lilium bereits einen Prototypen entwickeln, der senkrecht starten und landen kann. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 9

    Das Unternehmen gibt an, mit seinem Prototypen bewiesen zu haben, dass die Technologie schon jetzt funktionsfähig ist. Eine größere Herausforderung sei es, aus diesem Prototypen ein zugelassenes Serienflugzeug zu konstruieren. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 10

    Voraussetzung für eine solche Zulassung seien eine Menge an Tests, so Lilium-Chef Daniel Wiegand. Außerdem erfordere die Entwicklung die Berücksichtigung vieler wichtiger Details. Für eine Serienproduktion werde aber noch Geld benötigt. - Bild: Lilium

  • Lilium Jet 11

    Die Produktion sei langwierig, wie bei der Planung von Flugprojekten üblich. Bis die Flugzeuge autonom betrieben werden, sei ein Pilot eingeplant, so das Unternehmen. - Bild: Lilium

  • Lilium Landeplatz

    Dieses Transportmittel soll zukünftig beispielweise als fliegendes Taxi eingesetzt werden. An dieser Idee sind abgesehen von diversen Start-ups auch der Flugzeugbauer Airbus und der Fluggeräte-Entwickler Volocopter, der Daimler zu seinen Investoren zählen kann, dran. - Bild: Lilium

  • Die Lilium App

    Auch eine App sei geplant, die den Kunden wichtige Informationen zu ihren nächsten Flügen liefern kann.