Continental Powertrain

Continental setzt in Sachen E-Mobilität auf den chinesischen Markt. - Bild: Continental

Continental will seine Elektromobilität in China weiter vorantreiben. Das Technologieunternehmen zeigt auf der Auto Shanghai 2019 serienreife Antriebssysteme und Elektronikkomponenten – von 48 Volt Mild Hybrid Anwendungen, Lösungen für Plug-in Hybride oder Vollhybride bis zu Hochvoltantrieben. In diesem Zuge investiert der Continental Bereich Powertrain in neue Produktionsstandorte im chinesischen Tianjin und Changzhou.

Die Experten sind sich einig. China fährt bei der E-Mobilität voran. Nicht umsonst gilt China als der größte und am schnellsten wachsende Markt in diesem Bereich – gerade im Hinblick auf Hochvoltlösungen, also reine Elektrofahrzeuge. Nach Angaben des China Association of Automobile Manufacturers sind die Verkäufe von "New Energy Vehicles" in China im Jahr 2018 um 63 Prozent auf den Rekordwert von 1.240.000 Fahrzeuge gestiegen.

Andreas Wolf, Leiter Division Powertrain bei Continental

"Der chinesische Markt bleibt ganz essentiell für die weitere Entwicklung der E-Mobilität – und somit auch für uns." - Andreas Wolf, Leiter Division Powertrain bei Continental

Hochvolt-Antrieb-Produktion bald in Tianjin

Wichtiger Baustein der E-Mobilitäts-Strategie von Continental Powertrain ist - laut Unternehmensangaben - das integrierte elektrische Antriebsstrangmodul für elektrisches Fahren. Einsetzbar ist dieses Modul in Fahrzeugen der Kompakt- und Oberklasse und insbesondere in den großen Stückzahlen der Mittelklasse-Autos.

Mit diesem System beliefert Continental auch chinesische Automobilhersteller. Die große Nachfrage hat zur Folge, dass der Konzern seine Kapazitäten weiter ausbaut und in der zweiten Jahreshälfte 2019 im chinesischen Tianjin mit der Serien-Produktion des integrierten Hochvolt-Antriebs startet.

Fertigung soll 2020 starten

Eine weitere Säule von Continental im Bereich E-Mobilität ist die sogenannte Leistungselektronik, die der Bereich Powertrain seit mehr als zehn Jahren aufgebaut hat. Continental setzt auf die lokale Produktion in Tianjin, die im Laufe des Jahres 2020 starten soll.

Das System ist in einem breiten Fahrzeugsegment einsetzbar. Sie steuert sowohl die Antriebsenergie als auch die Energierückgewinnung und bewirkt, dass das Potenzial des elektrischen Antriebs voll ausgeschöpft wird. Ein entscheidender Vorteil ist laut Conti, dass E-Motor und Leistungselektronik sowohl getrennt voneinander als auch als Einheit lieferbar sind. Continental will damit flexibel zugeschnittene Lösungen anbieten.

Joint Venture mit China-Partner CALB

Nachdem das Unternehmen in Europa erster Anbieter des 48 Volt Systems war, geht Powertrain nun einen Schritt weiter. Im chinesischen Changzhou bringt ein Joint Venture mit dem chinesischen Partner CALB 48 Volt Systeme für die Automobilbranche auf den Markt. Die Batteriezellen liefert CALB, während Continental Powertrain das Batteriemanagementsystem inklusive der Basissoftware beisteuert.

Continental und CALB entwickeln somit energiesparende Lösungen für Batteriesysteme, mit denen sich der CO2-Ausstoß verringern lässt, um die Nachfrage nach energieeffizienten Fahrzeugen von Verbrauchern auf der ganzen Welt zu bedienen. Weiteres Ziel ist es, die Produktion von technisch noch fortschrittlichen Batteriesystemen bis Ende 2021 zu starten.

Thermomanagement unterstützt E-Mobilität

Intelligentes Thermomanagement ist für alle Fahrzeugarten zunehmend wichtig, weil es die Effizienz verbessert und damit zentrale Entwicklungsziele wie CO2-Minderung und Sauberkeit unterstützt.

Der Vorteil bei Elektrofahrzeugen ist zudem die Verbesserung der Reichweite durch eine intelligente energiesparende Steuerung des Heiz- und Kühlbedarfs. In China startet Continental in diesem Bereich mit der Serienproduktion eines ersten großen Auftrages für ein Elektrofahrzeug Ende dieses Jahres.

E-Autos: Das sind die wichtigsten Absatzmärkte

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