Huawei und PSA

Huawei und PSA entwickelten zusammen das Connected Car, das nun zunächst in China auf den Markt kommen soll. - Bild: PSA

Mehr PS, größerer Kofferraum oder geringerer Verbrauch – schon länger her, dass Autobauer mit solchen Alltagstugenden ihre Kunden umschmeichelten. Stattdessen: Connectivity ist Trumpf, soll die Herzen der Autokäufer erobern.

So spricht bei der neuen Mercedes A-Klasse auch fast niemand mehr von den neuen Motoren oder dem verbesserten Fahrwerk. Daimlers Marketingabteilung  erkor das MBUX genannte Multimediasystem zum wichtigsten Verkaufsargument.

„Der Name MBUX – Mercedes-Benz User Experience für das neue Infotainment-System signalisiert, dass das Nutzererlebnis (UX = User Experience) im Vordergrund steht. Einzigartig bei diesem System ist seine Lernfähigkeit dank künstlicher Intelligenz. MBUX ist individualisierbar und stellt sich auf den Nutzer ein. Es schafft so eine emotionale Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrer“, schreiben Daimlers Marketingleute.

Emotion nicht mehr durch rauschafte Beschleunigung, sondern durch Interaktion mit einem Computer. Diesem Trend folgen nicht nur Mercedes, sondern auch andere Autobauer, wie zum Beispiel die PSA-Gruppe (Peugeot, Citroen, DS, Opel) – die Franzosen setzen dabei auf die IoT-Expertise des chinesischen Smartphone-Fabrikanten Huawei.

PSA und Huawei stellen erstes gemeinsam entwickeltes Auto vor

PSA baut bei vernetzten Fahrzeugen auf die Connected Vehicle Modular Platform (CVMP). Diese greift wiederum auf Ocean Connect zurück, eine IoT-Plattform von Huawei.

Der DS 7 Crossback, der nun in China auf den Markt kommt, ist das erste Auto mit CVMP. Die Kunden profitieren dabei von neuen Diensten wie einer vernetzten Navigation, NLU-Spracherkennung (Verstehen natürlicher Sprache) und einem über den Bildschirm im Armaturenbrett zugänglichen vernetzten Serviceportal. Per Smartphone können Kunden zudem den Wartungszustand des Fahrzeugs, die zurückgelegten Strecken und die Daten zum Fahrverhalten abrufen.

Zu diesen Funktionen sollen weitere Dienste für Privatkunden wie auch für Flottenmanager hinzukommen. Das sind zum Beispiel Infotainment-Dienste, Software-Aktualisierungen und Navigationskarten per Fernzugriff, persönliche Assistenzlösungen, Fahrzeugdiagnose und Wartungsfunktionen ebenfalls per Fernzugriff sowie Dienste speziell für Mietwagenfirmen, Flottenmanager und Carsharing-Betreiber.

Die digitale Interaktion zwischen Auto und Cloud sei sicher, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt. Die Kunden- und Fahrzeugdaten werden verschlüsselt, was ihre Vertraulichkeit gewährleiste. Die Plattform von Huawei soll in allen kommenden Fahrzeugen der Groupe PSA zum Einsatz kommen.

Cloud-Plattform als Schlüssel zur digitalen Transformation

Leon He, Head of Automotive Industry Business Unit der Huawei Enterprise Business Group, sagt: „Der Schlüssel zu einer erfolgreichen digitalen Transformation von Fahrzeugherstellern ist der Aufbau einer digitalen Cloud-Plattform. Diese Plattform bietet Fahrzeugherstellern, Ökosystem-Entwicklern und Partnern für Branchenanwendungen die Möglichkeit, gemeinsam weltweit Produkte und Dienstleistungen für Fahrzeuge zu verkaufen und personalisierte Mobilitätsdienste für Fahrzeugeigentümer und -nutzer anzubieten.“

Den DS 7 Crossback präsentierte PSA erstmals im März 2017 der Öffentlichkeit. Er ist seit März 2018 in Deutschland erhältlich. 2019 soll eine Plug-In-Hybrid-Version auf den Markt kommen, die den Anfang der Elektrifizierung des Produktportfolios von DS Automobiles und der Groupe PSA darstellt.

300 PS soll der Plug-In-Hybrid leisten, wie der Autobauer in seiner Pressemitteilung betont. Viele Pferdestärken sind also doch noch ein Verkaufsargument – der um sich greifenden Connectivity zum Trotz.

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    Platz 6: Drohnen. Nur bei zwei Prozent der Befragten sind die fliegenden Helferlein bereits im Einsatz. Vier Prozent planen zumindest, sie einzusetzen. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

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    Platz 5: Künstliche Intelligenz (KI) wird aktuell von neun Prozent eingesetzt. Doch 20 Prozent planen den Einsatz im eigenen Unternehmen - mehr als doppelt so viele also. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

  • Platz 4: Humanoide Roboter. Aktuell nutzen 12 Prozent der befragten Unternehmen die menschenähnlichen Kunstwesen. Doch für die Zukunft wollen 22 Prozent mit humanoiden Robotern arbeiten

    Platz 4: Humanoide Roboter. Aktuell nutzen 12 Prozent der befragten Unternehmen die menschenähnlichen Kunstwesen. Doch für die Zukunft wollen 22 Prozent mit humanoiden Robotern arbeiten. - Quelle: Statista, Bild: Pixabay

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    Platz 3: Virtual Reality. Die VR hat schon bei 13 Prozent der befragten Unternehmen Einzug gehalten. Doch 33 Prozent planen den Einsatz in der Zukunft. Ein kräftiger Zuwachs. - Quelle: Statista, Bild: Maurizio Pexce/Wikimedia/CC-BY-2.0

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    Platz 2: 3D-Druck. Egal, ob Kunststoff oder Metall - der 3D_Druck ist in der modernen Fertigung angekommen: 18 Prozent nutzen ihn bereits und 37 wollen ihn bald einsetzen. - Quelle: Statista, Bild: Trumpf

  • Platz 1: Verbundene Sensoren. Keine andere abgefragte Technologie ist bereits so weit im Markt verbreitet: 39 Prozent setzen sie bereits und 64 Prozent (sic!) planen den Einsatz

    Platz 1: Verbundene Sensoren. Keine andere abgefragte Technologie ist bereits so weit im Markt verbreitet: 39 Prozent setzen sie bereits und 64 Prozent (sic!) planen den Einsatz. - Quelle: Statista, Bild: Vision Components