Blockchain, Audi, Distribution, Proof of Concepts

Der Automobilhersteller Audi setzt derzeit einen spezifischen Distributionsprozess mit der Blockchain um. - Bild: Audi

Für den Ingolstädter Automobilhersteller Audi ist die Blockchain eine Kerntechnologie - ähnlich dem World Wide Web Anfang der 90er Jahre. Das Unternehmen testet jetzt nach Informationen der Fachzeitung Produktion, den physischen und finanziellen Distributionsprozess über die Blockchain abzuwickeln.

Ein Team mit Vertretern aus diversen Unternehmensbereichen wie Finanzen, Produktion und Logistik sowie IT hat bereits Erfahrungen mit der verketteten Datenbanktechnologie gesammelt und arbeitet derzeit Proof of Concepts (POC) aus. Die Fachleute von Audi prüfen die Anwendung zur Abbildung und Dokumentation internationaler Logistikabläufe sowie zu deren finanzieller Abwicklung, berichtet die Fachzeitung Produktion in ihrer aktuellen Titelgeschichte „Blockchain: So wird die Supply Chain transparent“ (EVT: 4. April 2018).

Bereits im vergangenen Jahr hatte Audi einen ersten Proof of Concept, der mit Hyperledger Fabrics realisiert wurde, erfolgreich umgesetzt. Aufgrund einer positiven Resonanz entschied sich das Manangement, den POC weiterzuentwickeln. Dieser soll nun unter realen Bedingungen umgesetzt werden.

Derzeit konzentrieren sich die Ingolstädter bei der Anwendung der Blockchain-Technologie auf einen spezifischen Distributionsprozess. Sie wollen das Einsatzgebiet des POC in der Zukunft aber auf weitere Schritte der Prozesskette ausweiten.

Die Blockchain hat aus Unternehmenssicht das Potenzial, „die verschiedenen Arbeitsweisen eines Industriebetriebs zu verändern und uns neue Möglichkeiten zu eröffnen“. Die Blockchain gelte als Trust Machine. Dabei müssen Transparenz, Effizienz, Kostenreduktion und Manipulationssicherheit stets gewährleistet sein. Diesen Mehrwert sollte die Blockchain nach Einschätzung des Unternehmens im Vergleich zu bestehenden Technologien in jedem Fall bieten.