Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer verkündete den Start des Industrial Data Space. - Bild:

Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer verkündete den Start des Industrial Data Space. - Bild: Axel Griesch/Fraunhofer

Die Fraunhofer-Gesellschaft und Partner aus der Industrie starten mit Unterstützung der Bundesregierung den Industrial Data Space, einen international offenen Datenraum für die Wirtschaft.

Partner auf Regierungsseite sind die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Wirtschaft und Energie (BMWi), für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie des Inneren (BMI).

Der Industrial Data Space ist ein Vorhaben, um einen international offenen Datenraum für die Wirtschaft zu schaffen. Zugang und Nutzung sollen laut Mitteilung für alle Unternehmen offen sein, die sich an die gemeinsamen Standards halten. Ziel sei es, sichere Lösungen für die alles durchdringende Digitalisierung und den damit einhergehenden rasanten Wandel von industriellen Produktions- und Geschäftsprozessen zu entwickeln.

“Daten sind das Lebenselixier eines jeden Unternehmens. Ein verlässlicher und sicherer Zugang zu Informationen ist zentral für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft”, sagt Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. “Der vernetzte Datenraum, wie wir ihn planen, soll zu einer effizienteren Wertschöpfung in allen wesentlichen Branchen beitragen.”

“Gemeinsam wollen wir die Instrumente entwickeln, dass möglichst viele Unternehmen erfolgreich an der digitalen Industrierevolution teilnehmen können. Unsere Wirtschaft in Deutschland und Europa muss die Kontrolle über die eigenen Daten behalten. Zugleich brauchen gerade kleinere und mittelständische Unternehmen einen geschützten Raum, in dem sie Daten nach selbst festgelegten Regeln miteinander teilen und austauschen können”, sagte Bundesforschungsministerin Professor Johanna Wanka nach dem Spitzengespräch. Die Bundesregierung unterstütze ganz bewusst diesen dezentralen Ansatz, um die Chancen von Industrie 4.0 für möglichst viele Unternehmen zu eröffnen.

Staatssekretär Matthias Machnig vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstreicht: “Die Digitalisierung der Wirtschaft ist eine der zentralen gesellschaftlichen und politischen Gestaltungsaufgaben für Deutschland. Das Thema Industrie 4.0 ist für unseren Produktionsstandort von herausragender Bedeutung. Unser Ziel ist es, die Chancen dieser vierten industriellen Revolution konsequent zu nutzen. Die Schaffung eines Industrie- und Wissenschaftskonsortiums zu Fragen der Referenzarchitektur, der Standardisierung, der Datensicherheit etc. ist hierfür ein wichtiger Schritt, der zeigt, dass Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam an einem Strang ziehen.”

Fraunhofer/Stefan Weinzierl