Johann Hoffmann, Leiter des Geschäftsbereiches Reinhausen CAM, mit seiner Shop­floor MES-Lösung

Johann Hoffmann, Leiter des Geschäftsbereiches Reinhausen CAM, mit seiner Shop­floor MES-Lösung ‚MR-CM‘ (Bild: Maschinenfabrik Reinhausen).

ESSLINGEN (hw/ilk). Nach 25 Jahren Entwicklungsarbeit ist Johann Hofmann, Leiter des Geschäftsbereichs Reinhausen CAM, seinem Ziel sehr nahe gekommen: Der intelligenten vernetzten Fabrik, in der die Produkte selber den Fertigungsprozess steuern!

Was im Jahr 2013 dem Unternehmen den Industrie-4.0-Award einbrachte, begann 1989, als der frischgebackene Maschinenbauingenieur Hofmann bei MR zum Leiter der NC-Programmierung aufstieg. Lochkarten und Werkermappen dominierten den Fertigungsprozess, sie füllten ganze Räume. Hofmann: „Mir war schnell klar, dass diese unsicheren und fehleranfälligen Hilfsmittel nicht die Zukunft sein konnten.“ So begann er mit dem Bau seiner Daten-Landstraße. Sympathien erwarb sich Hofmann mit seinen neuen Methoden nicht. „Ich hatte praktisch alle gegen mich.“ Irgendwann habe sich dann die Stimmung gedreht. Die Werker freuten sich über Neuerungen, der Kontakt zwischen Praxis und IT war hergestellt. Inzwischen ist MR-CM erwachsen geworden. Als standardisierte Softwarelösung öffnet es auch anderen den Pfad zur Smart Factory.

„Die Maschinenfabrik hat bei einer komplexen Ausgangssituation von kleinen Serien, hoher Varianz und heterogenen Maschinen eine hohe horizontale und vertikale Integration mit Zukunftspotenzial erreicht“, begründet die Jury ihre Wahl (siehe auch Beitrag hier).

aus Produktion Nr. 49, 2013