EPIC MH-System ,Lapp ,modulare Stecker , Automation, Produktion

Die Stecker des EPIC MH-Systems sind sehr vielseitig einsetzbar und mit dem Marktstandard steckbar. Bild: Lapp

Die Lapp-Gruppe präsentiert das neu entwickelte modulare Steckersystem EPIC MH, das Anwender aus den unterschiedlichsten Branchen beliebig mit Steckermodulen für Energie, Signale und Daten bestücken können, und das auch mit dem Marktstandard steckbar ist. Neue Stecker sind auch für die Servokonfektionen der Ölflex Connect Servo-Familie verfügbar, etwa für die neue Reglergeneration von Siemens sowie für Antriebe von Fanuc. Bei den optischen Verkabelungssystemen der Hitronic-Familie stellt Lapp sein Portfolio an kundenspezifischen Konfektionslösungen mit dem Schwerpunkt auf Industrie-Anwendungen neu auf. Außerdem präsentiert Lapp hochdynamische Schleppkettenleitungen und robuste Sensor-Aktor-Leitungen sowie erstmalig in der Kabelindustrie antistatische Leitungen.

Mit dem EPIC MH-System stellt Lapp eine Reihe modularer Stecker mit Multirahmen vor, die beliebige Steckermodule für Energie, Signale und Daten aufnehmen. Durch die gemischte Bestückung ist das System sehr vielseitig einsetzbar, außerdem ist es kompatibel mit dem Marktstandard. Das EPIC MH-System eignet sich daher für eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem für die Robotertechnik, in Schaltschränken, in Anlagen für erneuerbare Energien oder im Maschinenbau. Interessant ist das System auch für Schienenfahrzeuge. Es ist geprüft nach EN 45545-2, Anforderungssatz R22 und R23 und erfüllt das Gefahrenniveau HL1, HL2 und HL3.

Bei den Servokonfektionen Ölflex Connect Servo werden Kabel und Stecker teilautomatisch verbunden, was Vorteile bei Qualität und Abschirmwirkung hat. „Der Bedarf an Systemlösungen nimmt zu, wir bauen deshalb unsere Ölflex Connect-Initiative weiter aus“, so Georg Stawowy, Vorstand und CTO der Lapp Holding. Auf der Antriebsseite sind nach den Standards von Siemens, SEW und Rockwell nun auch Stecker für Antriebe von Fanuc erhältlich. Er wird aus zwei unterschiedlichen Kunststoffen erst umgossen und dann final umspritzt, was eine kleinere Bauform und höhere Dichtheit ermöglicht. Die Dichtung fürs Kabel ist integriert, man kann sie also beim Montieren nicht verlieren, Schrauben ohnehin nicht. Zusammen mit dünnen Kabeln von Lapp erlaubt das platzsparende Konfektionen mit kleineren Biegeradien besonders für kompakte Maschinen, heißt es.

Auf der Seite der Steuerung gibt es von Lapp nun den EPIC Motion Control, einen Stecker für die neue Reglergeneration im Booksize-Format von Siemens. Damit ist Lapp nach eigenen Angaben der einzige Hersteller, der eine kosteneffiziente Alternative zu Siemens anbietet.

Die neue Ölflex Chain 90 P/CP aus der Extended Line Performance-Klasse ist für den Einsatz in dauerbewegten Schleppketten gedacht. Dazu hat die Leitung verlängerte Instandhaltungsintervalle, einen hochabriebfesten und kerbzähen PUR-Außenmantel und eine kälteflexible Spezialaderisolation aus TPE. Sie ist gleichermaßen für den Einsatz drinnen wie draußen geeignet – etwa in Industrieantrieben aber auch in Windkraftanlagen oder Elektroautos, wo beengte Platzverhältnisse kleine Biegeradien erfordern. Sie ist extrem beständig gegen mineralölbasierte Schmiermittel, UV- und witterungsbeständig, halogenfrei und hoch flammwidrig. Obendrein ist sie P/CP UL/cUL-zertifiziert, also für den Einsatz in Nordamerika zugelassen, nicht zuletzt dank der erhöhten Betriebsspannung von 1000 V. Die Leitung ist in ungeschirmter (P) oder geschirmter (CP) Ausführung erhältlich.

Die neue Sensorleitung Unitronic Robust S/A ist eine Leitung zur Signalübertragung von Sensoren und Aktoren. Die Leitungen spielen ihre Stärken in der Lebensmittelindustrie aus, aber auch in nasser Umgebung und bei Outdoor-Anwendungen sowie in Bereichen, wo sie Reinigungsmitteln oder Bioölen ausgesetzt sind. Der Mantel trotzt kaltem und heißem Wasser und nimmt wenig Feuchtigkeit auf. Der Temperaturbereich umfasst -50 bis +90 °C bei fester Verlegung und -40 bis +90 °C in bewegten Anwendungen.

Eine Neuheit in der Kabelindustrie sind laut Lapp antistatische Leitungen. Sie sorgen für mehr Sicherheit an Orten, wo Funken in Folge statischer Aufladungen zur Katastrophe führen können, etwa auf Ölbohrplattformen, in Raffinerien aber auch bei der Verarbeitung von Holz oder Mehl. Um diese Gefahr zu bannen, hat diese Versorgungsleitung mit einem antistatischen Mantel entwickelt. Sie kommt bereits auf Ölbohrplattformen des norwegischen Dienstleisters Aker Solutions zum Einsatz. Der Mantel besteht aus einem Kunststoff mit einem Additiv, das die Leitfähigkeit erhöht. Die genaue Zusammensetzung und das Herstellverfahren des Mantelmaterials sind patentgeschützt. Die Lapp Gruppe ist weltweit der erste Hersteller, der solche antistatischen Kabel anbietet. Auf Nachfrage kann Lapp weitere Kabeltypen mit dieser Eigenschaft herstellen.