TORU Robot Faulhaber

Bei diesem Pick-up-Roboter namens TORU handelt es sich konzeptionell um einen so genannten perzeptionsgesteuerten Roboter. Dieser ist in der Lage, durch Kameras, Bildverarbeitung, Sensoren und künstliche Intelligenz seine Umwelt wahrzunehmen, richtig zu interpretieren und darauf basierend Entscheidungen zu treffen. (Bild: Faulhaber)

Der Trend zur wandlungsfähigen Produktion stellt immer höhere Anforderungen an die Intralogistik. Flexible fahrerlose Transportsysteme sind ein Schlüsselelement, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Wann macht die Einführung eines Fahrerlosen Transportsystems Sinn?

Prinzipiell macht die Einführung eines Fahrerlosen Transportsystems (FTS) immer dann Sinn, wenn ein Unternehmen vor der Herausforderung steht, den innerbetrieblichen Materialfluss effizienter auszurichten und bei verringertem Personaleinsatz die Durchsatzleistung in seinem kontinuierlichen Betrieb zu erhöhen. Weitere Beweggründe können der Wunsch nach mehr Transparenz oder geringer Raumverfügbarkeit sein. Ausgeschöpfte Hallenfläche kann zum Beispiel die Installation von Fördertechnik im Zuge von Automatisierungsvorhaben disqualifizieren. Neue Chancen erschließen sich darüber hinaus in Umgebungen, für die der Mensch von Natur aus weniger geschaffen ist. Das kann in Kühlhäusern der Fall sein oder auch bei Handhabungsaufgaben in der chemischen Industrie.

Fahrerlose Transportsysteme: die Vorteile

  • Verringerter Personalbedarf
  • Fördergüter jeder Art werden sicher gehandhabt und transportiert
  • Langfristig kostengünstiger als Fördertechnikanlagen und Staplerbetrieb
  • Schnell installiert und in Betrieb genommen
  • Im Gegensatz zu Fördertechnik minimaler Flächenbedarf, keine starren Routen
  • Maximale Zuverlässigkeit auch im 24/7-Betrieb
  • Skalierbar und an neue Materialflusslayouts anpassbar
  • Lückenlose Transparenz und Rückverfolgbarkeit
  • Prozesssicherheit durch Automatisierung

Flexible Helfer rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche

Inzwischen überzeugen FTS mit zahlreichen Anwendungen weltweit – und das nicht nur im Modell einer Smart Factory. Als Alternative zu Staplern oder automatischen Transportsystemen (Fördertechnik) übernehmen sie reale Transportaufgaben zwischen Wareneingang, Produktion und Lager, überführen Waren in den Versand und unterstützen die Beladung von Lkw. Auf diesen Routen werden sowohl Kleinteile als auch tonnenschwere Lasten bewegt. Häufig anzutreffen sind die flexibel einsetzbaren Helfer zudem in Krankenhäusern, wo sie die einzelnen Stationen unter anderem mit Essen und Medikamenten versorgen, sowie in Häfen beim Containertransport.

Die Fahrzeuge sind darüber hinaus in der Lage, in ziehender Funktion Routenzüge den Montagestationen zuzuführen und sie lassen sich durch Aufsetzen des entsprechenden Equipments auch in selbstfahrende Roboter umwandeln. Kommissionier-Roboter beispielsweise verfahren autonom zu den Regalen und entnehmen die angeforderten Waren in der gewünschten Menge ohne jegliches menschliche Zutun aus den Fächern oder Behältern. FTS sind folglich vielseitig einsetzbar und erbringen die von ihnen erwartete Umschlagleistung ohne jegliche Abstriche auch im 24/7-Betrieb.

Automatisierte oder autonome Fahrzeuge?

Es ist wichtig, zwischen automatisierten und autonomen Fahrzeugen zu unterscheiden. Herkömmliche FTS sind in der Regel induktionsgeführt, das heißt es werden Referenzpunkte oder Schienen im Boden oder in der Decke benötigt. Im Unterschied dazu sind Autonome mobile Roboter (AMR) wie selbständige Roboter mit erweiterter Intelligenz ausgestattet. Sie sind frei fahrend (also ohne Induktionsschienen) und eruieren selbständig Möglichkeiten, das Hindernis zu umfahren und auf schnellstem Wege den Zielort zu erreichen. Die notwendigen Sicherheitsmechanismen (Stop bei Personenverkehr usw.) sind natürlich bei allen namhaften Herstellern gegeben, egal ob automatisiert oder autonom.

Autonome mobile Roboter priorisieren Aufträge automatisch

Die Technologie, die im Vergleich zu FTS noch flexibler ist, sind autonome mobile Roboter (AMR). Um eine andere Aufgabe zu übernehmen, benötigt ein AMR nur einfache Softwareanpassungen. So kann ein und derselbe Roboter eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben an verschiedenen Orten ausführen und sich automatisch an veränderte Umgebungen und Produktionsanforderungen anpassen. AMR-Aufgaben sind über die Benutzeroberfläche des Roboters steuerbar. Sie können aber auch für mehrere Roboter gleichzeitig über eine Software zur Flottensteuerung konfiguriert werden, die Aufträge automatisch priorisiert und jeweils dem für die jeweilige Aufgabe am besten geeigneten Roboter auf der Grundlage von Position und Verfügbarkeit zuweist.

Handlingsantrieb und präzises Positionieren sind im Workflow entscheidend

Wenn autonome mobile Roboter den Materialfluss zwischen Lagerbereichen und Fertigungsstationen sichern, kommen oft Faulhaber-Antriebssysteme zum Einsatz. Neben den reinen Fahrantrieben, gilt es auch Aufgaben zur Handhabung von transportierten (Lager-)Kisten oder präzisen vertikalen und horizontalen Positionierungsbewegungen zum Be- und Entladen zu bewältigen.

Ein besonderes Augenmerk legen Kunden dabei auf robuste und zugleich kompakte Antriebe, um eine möglichst lange Lebensdauer und dementsprechend lange Wartungsintervalle sicherzustellen. Auch spielt eine bürstenlose Antriebstechnologie eine große Rolle, da sie die Zeit zwischen den Batterieaufladungen verlängert.
Und nicht zuletzt ist die Schnittstelle wesentlich, um Antriebe einfach in die Onboard-Bus-Architektur des Fahrerlosen Transportsystems oder autonomen mobilen Roboters zu integrieren.

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