Ádám und Éva sind für schwer erreichbare Stellen zuständig. Sie entlasten so ihre Kollegen in

Ádám und Éva sind für schwer erreichbare Stellen zuständig. Sie entlasten so ihre Kollegen in der Fertigung. - Bild: Audi

Künftig unterstützen die Roboter ihre Kollegen bei der Erfassung von Fugen und Bündigkeiten aller in Győr produzierten Automobile. Ádám und Éva sind dabei für schwer erreichbare Stellen zuständig. Sie entlasten so ihre Kollegen in der Fertigung.

"Als innovatives Unternehmen streben wir immer nach dem neuesten Stand der Technik. Das gilt nicht nur für unsere Produkte, sondern auch für die Produktion", sagt Peter Kössler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Aundi Hungaria Motor Kft. "Digitalisierung und Vernetzung prägen unsere Zukunft. Dafür bereiten wir uns mit der Umsetzung von 'Smart Factory'- Lösungen und der kontinuierlichen Weiterbildung unserer Mitarbeiter vor. Die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter spielt im Audi-Konzern eine bedeutende Rolle in der Auslegung neuer Fertigungsstrukturen. Wir sind stolz, die ersten Roboterkollegen bei Audi Hungaria im Einsatz zu sehen."

Die beiden Roboter sind direkt in die Linie integriert und arbeiten Hand in Hand mit den Mitarbeitern. Mensch und Roboter messen in Teamarbeit fest definierte Messpunkte an den in Győr produzierten Modellen Audi A3 Limousine und Cabriolet sowie TT Coupé und Roadster. Diese Ergebnisse werden anschließend mit den vollautomatisierten Abgabemessungen aus dem Karosseriebau verglichen und sorgen für eine effektive Prozessoptimierung in der Produktion.

Bislang führten die Mitarbeiter die Spalterfassung in der Montage mit Hilfe analoger Handmessgeräte durch. Dennoch wird auch künftig die Hauptarbeit bei den Mitarbeitern liegen. Sie erhalten außerdem neue Erfassungsgeräte, die noch präzisere Ergebnisse liefern.

Seit März sind Ádám und Eva im Einsatz – und das rund um die Uhr. Sie übernehmen die Messungen an den Seitenwänden der Automobile und hier insbesondere die tiefsten Punkte an den Türen. Diese wären mit der neuen schwenkbaren Messtechnik für die Mitarbeiter nur umständlich zu erreichen. Insgesamt entlasten die beiden Roboter ihre Kollegen bei über 14.000 Messvorgängen pro Tag.

Ádám und Éva arbeiten komplett synchronisiert mit der Geschwindigkeit der Fertigungslinie und sind auf die individuelle Fahrzeugposition eingestellt. Dadurch finden sie ihre Messpunkte millimetergenau. Diese Eigenschaften machen die Applikation weltweit einzigartig.

Die beiden Roboter arbeiten in unmittelbarer Nähe ihrer menschlichen Kollegen: Innovative Sicherheitsfeatures erlauben den Einsatz ohne Schutzzaun. Kommt es doch einmal zum Kontakt, erfassen die beiden Roboter die Berührung über Drehmomentsensoren und halten an.

Die Mensch-Roboter-Kooperation eröffnet völlig neue Perspektiven für die Produktion. Sensitive Leichtbauroboter werden zu direkten Kollegen der Mitarbeiter und unterstützen sie als hilfreiche Partner bei der Verrichtung ihrer Arbeit. Audi Hungaria hat bereits mehrere 'Smart Factory'-Projekte umgesetzt und plant weitere Einsatzgebiete. Das Unternehmen geht damit den Weg zu einer intelligenten und digitalisierten Fabrik der Zukunft konsequent weiter.

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