Erik Felle. Bild: Atlas Copco Tools

Erik Felle. Bild: Atlas Copco Tools

Atlas Copco Tools hat 2011 bereits wieder die Rekordzahlen aus dem Jahr 2008 erzielt. Erik Felle, Geschäftsführer Allgemeine Industrie, gibt Produktion seine Einschätzung für das Geschäftsjahr 2012.

von Annika Mentgen

Das letzte Jahr stand im Zeichen der Schulden- und Eurokrise. Wird sich die Situation 2012 bessern?
Das mag durch das Börsengeschehen so aussehen und von den Medien zum Teil herbeigeschrieben worden sein. Doch wir hatten ein hervorragendes Jahr, von Krise keine Spur. Vielmehr haben wir 2011 bereits die Zahlen unseres Erfolgsjahres 2008 schon wieder erreicht, was vor zwölf Monaten absolut nicht zu erwarten war. Alle unsere Ziele – und die waren recht ambitioniert – wurden weit übertroffen. Wenn es so weiterginge, wäre das phantastisch! Ich habe leider keine Kristallkugel, aber mindestens für das erste Halbjahr 2012 rechnen wir mit einer weiterhin guten Entwicklung. Speziell in unserem Geschäftsbereich Fahrzeugindustrie verfügen wir über einen sehr guten Auftragsbestand an längerfristigen Projekten. Wie es in den übrigen Branchen dann weitergeht, hängt natürlich von der Investitionsbereitschaft der Industrie ab. Ich persönlich bin eher optimistisch.

Welche Themen stehen für Atlas Copco Tools 2012 ganz oben auf der Agenda?
Wir werden unser neues Qualitätssteuerungssystem QS-Loop, das wir erstmals auf der Messe Motek im Oktober vorgestellt haben, in den Markt einführen. Die Resonanz auf der Messe war riesig, so dass wir hier hohe Nachfrage sehen und daher einen klaren Schwerpunkt legen werden. Auch unsere nächste Power-Focus-Schraubersteuerungs-Generation wollen wir nach vorne bringen. Damit haben wir und hat auch der Anwender auf der Hardware-Seite nur noch eine Steuerung für jegliche Art an Schraubwerkzeugen. Die neue Generation ist weit flexibler und einfacher zu handhaben.
In unserer eigenen Fertigung steht die Umstellung auf die modularen Schraubwerkzeuge der STR-Generation an. Damit optimieren wir unsere Produktions- und Logistikabläufe und werden selbst effizienter. Unsere Kunden profitieren zum Beispiel von schnelleren Prozessen und einfacherer Wartung. Ferner werden wir unseren Service noch weiter ausbauen. Unter anderem haben wir ja im Konzern kürzlich einen Kalibrierdienstleister übernommen, mit dem wir ein umfassendes Angebot an Messgrößen kalibrieren können.

Falls es 2012 zu einer weiteren Wirtschaftskrise kommt: Wie gut haben Sie sich in der Zwischenzeit aufgestellt, um solche Situationen zu meistern?
Die jüngste Krise 2009 haben wir zum Anlass für diverse Umstrukturierungsmaßnahmen genommen. So haben wir einige Unternehmensbereiche gestrafft und in Essen zentralisiert. Vor allem haben wir unsere Schlüsselkompetenzen im Vertrieb und im Service kontinuierlich ausgebaut und optimiert. Damit sehen wir uns für die nächsten Jahre hervorragend aufgestellt.